Home / Top-News Abfall / Waste Kreislaufwirtschaft / Recycling Management Energie / Energy Märkte / Markets Unternehmen / Companies Forschung / Research Politik / Policy Recht / Law
Archiv
Zurück Impressum
 

Brüssel - Dem vorgestern veröffentlichten Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission ("Momentaufnahmen zu den erneuerbaren Energien") ist zu entnehmen, dass zwischen 2008 und 2009 der Anteil der erneuerbaren Energien an den neu installierten Stromerzeugungskapazitäten in den EU27 von 57 Prozent auf 62 Prozent (17 GW) angestiegen ist. Im zweiten Jahr in Folge kommt dabei die Windenergie für den Löwenanteil auf: Von der neu installierten Energiegesamtleistung von 27,5 GW gingen 10,2 GW d.h. 38 Prozent auf Windenergie zurück. In absoluten Zahlen wurden somit 19,9 Prozent des Gesamtelektrizitätsverbrauchs in der EU im letzten Jahr aus erneuerbaren Energien gedeckt.

Wasserkraft
Foto: ©Daarom/Pixelio
Auf den Gesamtenergieverbrauchs (3042 TWh) bezogen, erreichte der Anteil der erneuerbaren Energiequellen 2009 in der EU ungefähr 19.9 Prozent (608 TWh). Der größte Teil entfiel dabei auf Wasserkraft (11,6 Prozent), gefolgt von Windkraft (4,2 Prozent), Biomasse (3,5 Prozent) und Solarenergie (0,4 Prozent).

Die in diesem Jahr neu installierten Kapazitäten an erneuerbaren Energien von 27,5 Gigawatt (GW) verteilten sich zu 35 Prozent auf Windenergie, zu 21 Prozent auf Photovoltaikanlagen, zu 2,1 Prozent auf Biomasse, zu 1,4 Prozent auf Wasserkraftwerke und zu 0,4 Prozent auf konzentrierte Solarenergie. Der Rest entfiel auf Erdgaskraftwerke (24 Prozent), Kohlekraftwerke (8,7 Prozent), Öl (2,1 Prozent), Abfallverbrennungsanlagen (1,6 Prozent) und Kernenergie (1,6 Prozent) (siehe Schaubild 1).

Nicht alle der installierten Anlagen sind 24 Stunden täglich in Betrieb. Schaubild 2 zeigt die erwartete jährliche Energieleistung (in TWh) der neuen Kapazitäten. Die neuen Erdgaskraftwerke dürften jährlich 28 TWh erzeugen, gefolgt von Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit 20 bzw. 5,6 TWh.

Wenn die aktuellen Wachstumsraten beibehalten werden, könnten laut dem Bericht im Jahre 2020 bis zu 1.400 TWh Strom aus erneuerbaren Ressourcen bezogen werden. Damit könnte, in Abhängigkeit vom Erfolg der Strategien zur Stärkung der Energieeffizienz, ungefähr 35-40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in der EU gedeckt und ein maßgeblicher Beitrag zur Erreichung des 20 Prozent-Ziels für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien geleistet werden.

Bis dahin gilt es jedoch noch einige Probleme zu lösen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gewährleistung eines gerechten Netzzugangs, eine umfassende staatliche Förderung der FuE und die Anpassung der aktuellen Elektrizitätssysteme an die Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Weiterhin wird in dem Bericht betont, dass Kostensenkungen und eine beschleunigte Umsetzung vom Produktionsvolumen, nicht vom Faktor Zeit abhängig sind.

Weitere Informationen unter europa.eu.

Quelle: EU Kommission

Ähnliche Artikel:

Artikel vom: 07.07.2010 09:20
Zurück   
© MSV Mediaservice & Verlag GmbH, Bergstr. 16, D-82239 Biburg
Sekundär-Rohstoffe