Bad Homburg – Über durchaus gut gefüllte Auftragsbücher berichten die Unternehmen der Kunststoffverpackungsindustrie in den letzten Wochen, und der Ausblick für das dritte Quartal ist laut IK-Konjunkturtrend vielversprechend. Verärgert zeigt sich allerdings die Branche über die unverhältnismäßig hohen Rohstoffkosten sowie die Verknappungssituation bei einigen Vorprodukten. Insbesondere die Kunden der Kunststoffverpackungshersteller zeigen für diese Situation mittlerweile keinerlei Verständnis mehr, stellt die IK hierzu fest.
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Die europäische Rechtsprechung fasst den Begriff der Force Majeure sehr eng. Danach muss es sich um Umstände handeln die von außen Wirkung erzielen. Die bloße Geltendmachung von technischen Problemen an Anlagen reicht hierfür ohne weiteres nicht aus. Auch Lieferausfälle von Vorprodukten sind in der Regel nicht als Force Majeure zu bewerten, sofern diese Ausfälle nicht auf höherer Gewalt beruhen. Diese Fälle liegen dann eindeutig in der Risikosphäre des Vorlieferanten. Die IK weist darauf hin, dass es in solchen Fällen die kaufmännische Sorgfaltspflicht gebietet, entsprechende Vorkehrungen zu treffen, z. B. durch Notfallpläne oder dem Vorhalten von Lagerkapazitäten.
Die gesamte deutsche und europäische Verarbeiterindustrie hat in den letzten Jahrzehnten mit ihrem hohen Innovationspotential und ihrer immer größeren Marktpräsenz den Absatzerfolg der Rohstofflieferanten wesentlich mitbestimmt.
Diese partnerschaftlich erfolgreiche Zusammenarbeit in der Vergangenheit sollte auch in Zukunft so fortgesetzt werden. Aus Sicht der IK bedeutet dies neben stabilen Rohstoffpreisen, auch die Gewährleistung einer weitgehenden Liefersicherheit durch die Rohstoffindustrie. Quelle: IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.
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Artikel vom: 08.07.2010 07:55
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