Berlin - Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. begrüßt die gestern erteilte Freigabe der seit Mai gesperrten Fördermittel in Höhe von 115 Mio. EUR für das Marktanreizprogramm (MAP) durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags . DEPV-Vorsitzende Beate Schmidt sagte hierzu bei einer Presseveranstaltung in Berlin: „Dieser Schritt war überfällig. Wir erhoffen uns hierauf eine positive Reaktion des Heizungsmarktes, denn die Verbraucher waren durch den Förderstopp stark verunsichert.“
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Schmidt bezweifelte, ob das aus Haushaltsmitteln gespeiste Marktanreizprogramm zu einem zügigen und kontinuierlichen Umbau des Wärmemarktes das richtige Instrument sei. Zwar sei der Mitteleinsatz in den letzten Jahren ständig erhöht worden und auch die anfänglich stark positiv flankierende Wirkung sei unbestritten. Jedoch seien durch die regelmäßigen Förderstopps sowohl die Heizungsbauer wie auch Verbraucher ständig verunsichert worden. “Wenn der Markt verlässlich weiterentwickelt werden soll, wird hierzu ein Förderinstrument benötigt, das unabhängig vom Bundeshaushalt und vom Zugriff durch die Politik gestaltet ist“, betonte die DEPV-Vorsitzende.
Zusammen mit dem Bundesverband für Erneuerbare Energie e.V. (BEE) und anderen Fachverbänden aus dem regenerativen Wärmemarkt will der DEPV hierüber umgehend in eine Diskussion mit Politik und Ministerialverwaltung einsteigen.
Neben einem verlässlichen Förderprogramm sieht der DEPV auch Bedarf für ordnungspolitisches Vorgehen. „Ein regelmäßiger Heizungscheck für alte Anlagen, womit deren energetischer Zustand überprüft wird, wäre ein gutes Instrument zur Behebung des Modernisierungsstaus“, bekräftigte Schmidt. Darüber hinaus sei die Politik angehalten, durch eine Novelle des Mietrechts dafür zu sorgen, dass es auch in vermieteten Gebäuden
durch eine angemessene Verteilung der Lasten und Nutzen zu einer schnelleren Heizungserneuerung kommt. Letztendlich müsste laut DEPV-Vorsitzender auch die Branche mit einer besseren Kommunikation dafür sorgen, dass das Thema Wärme beim Verbraucher endlich den Stellenwert bekomme, den es verdiene.
Am Endenergieverbrauch macht die Wärme mit über 50 Prozent den Löwenanteil aus. Schmidt hob hervor, dass die wenigsten Verbraucher wüssten, dass Sie mit einem Heizungsaustausch einen überproportionalen Anteil zum Klimaschutz leisten und gleichzeitig die eigenen Energiekosten deutlich senken könnten. Quelle: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V.
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Artikel vom: 08.07.2010 09:42
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