Home / Top-News Abfall / Waste Kreislaufwirtschaft / Recycling Management Energie / Energy Märkte / Markets Unternehmen / Companies Forschung / Research Politik / Policy Recht / Law
Archiv
Zurück Impressum
 

Kiel/ Berlin – Die Marktreife des FUTURA–SOS–Systems zur Bekämpfung von Ölkatastrophen auf den Weltmeeren kommt zum richtigen Zeitpunkt: FUTURA-SOS kann auf der Wasseroberfläche und bis zu ca. 3 m unter dieser Oberfläche treibende Öl- und Partikelteppiche mit einem hohen Wirkungsgrad weitgehend unabhängig vom Seegang aufnehmen. Ein Einsatz im Golf von Mexiko wäre innerhalb von 14 bis 20 Tagen möglich. Das in Deutschland für Ölkatastrophen zuständige Havariekommando, eine Behörde des Bundesverkehrsministeriums, plant nach Herstellerangaben bereits die Anschaffung dieses seegangsunabhängigen Ölskimmers (SOS).

Funktionsprinzip des Moonpools
Grafik: Futura Ships GmbH
Gesetzliche Regelungen in Europa wie auch den USA sehen vor, dass hochmoderne Spezialschiffe zum Küstenschutz eingesetzt werden sollen. Internationale Organisationen wie z. B. die European Martime Safety Agency bemängeln jedoch die unzureichende Abdeckung der Küstenregionen mit Schiffen, die in der Lage sind, im Unglücksfall große Ölteppiche wirksam zu bekämpfen. Die ungeahnten negativen Ausmaße der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zeigen drastisch die Unzulänglichkeiten der bisher verfügbaren und nur bei ruhiger See einsetzbaren Bekämpfungsmittel auf.

„Mit dem FUTURA-SOS-System wird dem internationalen Katastrophenschutz ein Instrument in die Hand gegeben, das die bisherigen Probleme löst“, sagt Dipl.-Ing. Udo G. Wulf, Geschäftsführer der FUTURA-SHIPS GMBH. „Wir sind sogar in der Lage, innerhalb kurzer Zeit Mississippi-Transportschiffe mit dem SOS-System auszurüsten, um eine ökologische Katastrophe in den Küstenregionen am Golf von Mexiko zu verhindern.“

Die Funktionsweise dieses äußerst effizienten Systems beruht ausschließlich auf strömungstechnischen Prinzipien und kommt ohne bewegliche Teile aus. Die speziell entwickelte Bugform leitet den Ölteppich bis zu einer Einlassöffnung unter dem Schiff, die ihn von der Hauptströmung trennt und in einen sogenannten Moonpool leitet. An der Abrisskante entsteht ein Wirbel, der das Öl zur freien Wasseroberfläche innerhalb des Schiffes hin beschleunigt. Von dort wird es durch die von der Schiffsbewegung induzierten Wellen im Moonpool über eine Böschung in Setztanks transportiert, wo es abgepumpt werden kann. Das so gewonnene Öl muß nicht entsorgt, sondern kann wiederverwendet werden. Durch gezielte Regulierung des Innendrucks im hermetisch abgeriegelten Moonpool kann die interne Füllhöhe – und damit die Effizienz des Systems – an die vorherrschenden Seegangsbedingungen angepasst werden.

„In 24 Stunden könnte das Schiff bei einer Fahrt mit drei Knoten oder gut fünf Stundenkilometern rund 322 Millionen Liter öliges Wasser aufnehmen und reinigen. Das entspricht ungefähr der dreifachen Menge, die in den Monaten seit dem Unglück bisher insgesamt aus dem Golf von Mexiko geholt wurden“, erklärt Florian Sprenger, Diplomingenieur und Forscher an der TU Berlin, „und der vierfachen Menge eines 'A Whale'“.

Weitere Informationen sind unter oil-spill-fighting.com zu finden

Quelle: Futura Ships GmbH / openPR

Ähnliche Artikel:

Artikel vom: 19.07.2010 08:46
Zurück   
© MSV Mediaservice & Verlag GmbH, Bergstr. 16, D-82239 Biburg
Sekundär-Rohstoffe