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Wien - „Absolut nicht nachvollziehbar und geradezu fahrlässig“ ist aus Sicht der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) der jüngste Vorstoß von Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die CO2-Emissionen bis 2020 um mindestens 30 statt wie bisher geplant 20 Prozent gegenüber 1990 zu senken. „Klimaschutz kann nicht nur Sache der Europäer sein. Es ist ausgemacht, dass die EU nur dann aufstockt, wenn auch alle anderen emissionsrelevanten Länder verbindlich mitziehen und das ist bei weitem nicht der Fall“, so Hochhauser.

Weltkugel
Foto: ©Andreas Dengs/PIXELIO
Eine einseitige Erhöhung der Klimaschutzziele durch die EU gehe zu Lasten des Standorts Europa und würde die Abwanderungsgefahr der österreichischen und europäischen Industrie massiv erhöhen, die in Sachen Klimaschutz ohnehin schon enorme Vorleistungen erbracht hat, warnt Hochhauser. Ziel müssten einheitliche Spielregeln für alle, insbesondere aber die energieintensiven, im internationalen Wettbewerb stehenden Wirtschaftssektoren sein. Das sei aber nur dann garantiert, wenn die energieintensiven Betriebe auf der ganzen Welt gleich hohe CO2-Kosten tragen müssen.

„Es muss dabei bleiben, dass die EU nur dann aufstockt, wenn auch alle anderen emissionsrelevanten Länder verbindlich mitgehen, wie das auch die Position der Bundesregierung und von Umweltminister Berlakovich ist“, so Hochhauser abschließend. Bislang seien die Voraussetzungen für Erhöhung des EU-Reduktionsziels nicht erfüllt.

Quelle: Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)

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Artikel vom: 23.07.2010 08:26
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