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Berlin - Wie können Wasser- und Energie-Infrastrukturen so miteinander kombiniert werden, dass sie in ländlichen – zumeist schrumpfenden – Regionen die Ver- und Entsorgung sichern und zur regionalen Wertschöpfung beitragen? Welche bisher ungenutzten Sekundärressourcen wie Abwärme, Biomasse, Abfall oder geklärtes Abwasser bietet der ländliche Raum und wie können diese in der Region wirtschaftlich genutzt werden?

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Grafik: Inter 3 GmbH
Diesen Fragen geht das jetzt gestartete Forschungsprojekt „Re-Produktionsketten in der Wasser- und Energieinfrastruktur in schrumpfenden Regionen (kurz: RePro – Ressourcen vom Land)“ nach, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

Bis 2013 sollen für die Klimaschutzregion Elbe-Elster und die Bioenergieregion Wittenberg wirtschaftlich tragfähige regionale Re-Produktionsketten erarbeitet werden, welche die stofflichen und energetischen Ressourcen der Region intelligent und nachhaltig nutzen. Das Berliner inter 3 Institut für Ressourcenmanagement übernimmt die Gesamtkoordination des Forschungsvorhabens. Dr. Susanne Schön, Gesamtprojektleiterin von inter 3: „Es geht darum, die Potenziale einer nachhaltigen Ressourcennutzung und zukunftsfähigen Infrastruktur zu erkennen und diejenigen zusammenzubringen, die die Ressourcen sinnvoll und ökonomisch nutzen können. Die Zusammenarbeit von Unternehmen, Verwaltung und Wissenschaft stärkt den Kompetenzaufbau in den Regionen. Im Endeffekt können davon alle profitieren.“

Lokale Re-Produktionsketten im Wasser- und Energiesektor

In jeder der beteiligten Regionen sollen sowohl technische als auch organisatorische und finanzielle Konzepte zur effektiven Ressourcen- und Infrastrukturnutzung und der Schaffung lokaler Re-Produktionsketten erarbeitet und praktisch durchgeführt werden. Im Mittelpunkt steht die Förderung von Kooperationen zur Optimierung von stofflich-energetischer und wirtschaftlich-sozialer Re-Produktivität in ländlichen Regionen. Im konkreten Fall geht es zum Beispiel darum, wie aus Biomasse, die als Nebenprodukt von Tierhaltung oder Forstwirtschaft anfällt, in Kooperation mehrerer Betriebe nachhaltig Energie hergestellt und diese wirtschaftlich konkurrenzfähig in ein lokales Netz eingespeist werden kann. Die Wissenschaftspartner treten hierbei beratend in Aktion.

Ziel von „RePro – Ressourcen vom Land“ ist der Aufbau von 1-2 Re-Produktionsketten in jeder Modellregion. Sie sollen nach Beendigung des Projektes organisatorisch tragfähig und mit konkreten Finanzierungsoptionen versehen sein. Von den Ergebnissen des Projektes sollen auch andere Regionen profitieren können. Hierfür wird eine Toolbox „Aktivierendes Landmanagement“ zusammengestellt, die konkrete Hilfestellung bei der Realisation vergleichbarer Vorhaben leistet.

Nähere Informationen sind ab September 2010 unter reproketten.de zu finden.

Quelle: inter 3 GmbH, Institut für Ressourcenmanagement

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Artikel vom: 23.07.2010 09:19
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