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Fanden sich Sekundärrohstoffe und Recyclingprodukte auf der Wertschätzungsskala der Autobauer eher im Minusbereich wieder, so hat sich das mittlerweile geändert. Immer mehr Fahrzeughersteller entdecken das Altauto als Rohstoffmine, werden selbst zum „Ausbeuter“ und Direktverwerter.

SR 08/2010
Foto: Marc Weigert
Es ist noch gar nicht lange her, da zogen die Vertreter der Autoindustrie beim Stichwort „Recycling“ die Augenbrauen hoch, rümpften verächtlich die Nase, um dann der vermeintlich schlechteren Qualität von Sekundärrohstoffen und Rezyklaten das Zeug zu reden. Anders heute: Als hätten sie es nicht schon immer besser gewusst, werden die großen Autobauer nicht müde, bei jeder passenden Gelegenheit das zum Ohrwurm mutierte Substantiv „Nachhaltigkeit“ fallen zu lassen und ihre Leistungen beim Ressourcen- und Klimaschutz in ewigen Superlativen zu penetrieren und als eigenen Ansporn und Ehrgeiz zu verkaufen. Dass dieses Umdenken erst ein Gesetz bewirkte, in dessen Korsett sich die Fahrzeughersteller seitdem zwängen müssen, ist in diesem Zusammenhang oft nur eine Randnotiz wert. Auch dass es anscheinend immer erst im Geldbeutel wehtun muss, damit sich etwas ändert, wird nur allzu gerne ausgeklammert.

Wie dem auch sei: Die Autoindustrie will nun ankommen in der Welt von Morgen. Eine Welt, die auf das sparsame und schonende Haushalten von knapp gewordenen Primärrohstoffen und die Wiederverwertung dieser durch Recycling nicht mehr verzichten kann. Beim Fahrzeughersteller Nissan zum Beispiel liegen jetzt Konzepte vor, die die Belastung der Natur durch die Produkte des japanischen Unternehmens „auf ein ökologisch verträgliches Maß“ reduzieren sollen. Das Projekt umfasst den Angaben zufolge neben einer Verringerung der CO2-Emis­sionen und der Reinigung der Abgase die Aufbereitung der in den Nissan-Fahrzeugen enthaltenen Materialien am Ende des Produktlebenszyklus zu hundert Prozent. Erklärtes Ziel ist es, Stoffkreisläufe zu schließen und den Ressourcenverbrauch bei der industriellen Fertigung deutlich zu senken ...

SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 08/2010
Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 08/2010,
Seite 12-14.

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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Artikel vom: 30.07.2010 13:25
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