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Im Vereinigten Königreich müssen in den kommenden zehn Jahren rund 1.700 Abfallbehandlungs- und Recyclinganlagen gebaut werden, um die langfristigen politischen Ziele für den Sektor erreichen zu können. Anlagen zur Gewinnung von Energie aus Abfällen sind zunehmend gefragt.

SR 08/2010
Foto: © Olivier26 | Dreamstime.com
Ein großer Anteil der Anlagen und Ausrüstungen wird aus den USA und anderen EU-Ländern eingeführt, und häufig stehen hinter den führenden Betreibern und Dienstleistern multinationale Konzerne.

Der Gesamtumsatz der britischen Recycling- und Entsorgungswirtschaft lag 2008 laut dem Marktforscher Market & Business Development (MBD) bei rund 15,9 Milliarden Pfund Sterling (circa 20 Milliarden Euro). Davon entfielen 7,4 Milliarden Pfund auf das Recyclingsegment, 5,4 Milliarden Pfund auf das Sammeln von Abfällen sowie 3,1 Milliarden Pfund auf die Abfallbehandlung und -deponierung.

Bei der Entstehung und Behandlung von kommunalem Abfall hat das Land im europäischen Vergleich Nachholbedarf. Noch 2008 landeten 55 Prozent davon laut Eurostat auf Deponien – in den EU-27-Ländern liegt der Durchschnitt bei 40 Prozent. Auch der Kompostierungs- und Verbrennungsanteil blieb mit zwölf Prozent sowie zehn Prozent unter dem EU-Durchschnitt. Allein die Recyclingquote von 23 Prozent entsprach dem Mittelwert. Die Regierung will Deponieabfälle unter anderem durch Müllvermeidung weiter drastisch reduzieren.

Dafür sind verstärkte Investitionen unverzichtbar. MBD schätzt, dass zur Erreichung der politischen Sektorziele 2020 rund 1.700 neue Abfallbehandlungsanlagen gebaut werden müssten. Die Betreiber von Müllbehandlungs- und Recyclinganlagen beziehen ihre Ausrüstungen meistens aus anderen EU-Ländern und den USA. Die Chancen für ausländische Anbieter dürften somit gut bleiben. Essentiell für den Bau und Betrieb auch von Recyclinganlagen ist das PFI-Modell (Private Finance Initiative). Mindestens ein privater Akteur erhält von einer Behörde den Auftrag, zum Beispiel eine Anlage zur Müllbehandlung zu finanzieren, zu bauen und zu betreiben. Das Umweltministerium Defra hielt im Haushaltsjahr 2008/09 rund 600 Millionen Pfund für Darlehen an PFI-Auftragnehmer bereit; für 2009/10 sowie 2010/11 sind je 700 Millionen Pfund veranschlagt.

SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 08/2010
Den ganzen Artikel lesen Sie in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 08/2010,
Seite 16-17.

Quelle: gtai / SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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Artikel vom: 30.07.2010 13:32
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