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Wien - Die Magistratsdirektion der Stadt Wien konnte vor kurzem ein außer Dienst gestelltes Glasabfall-Sammelfahrzeug an den Verein Ambrela übergeben. Die mazedonische Nicht-Regierungsorganisation leitet in einem Stadtteil von Skopje ein von der Stadt Wien finanziertes Nachhilfeprojekt für Kinder aus der Roma-Volksgruppe. Das Spezialfahrzeug ermöglicht erwachsenen Roma-Angehörigen, die schon in der Altstoffsammlung aktiv sind, eine professionelle Ausübung des Gewerbes. Als UnternehmerInnen können sie in Zukunft durch ihr selbst erwirtschaftetes Einkommen die Armut überwinden, die noch immer in vielen Roma-Siedlungen in Südosteuropa prägend ist.

Glasabfall-Sammelfahrzeug
Foto: ©MD-AB/Stadt Wien
"Die BewohnerInnen von Suto Orizari werden ihre Zukunft jetzt selbst in die Hand nehmen", ist Aida Mustafovska von Ambrela anlässlich der LKW-Übergabe überzeugt. Von den 20.000 EinwohnerInnen dieses Stadtteils der mazedonischen Hauptstadt sind 90 Prozent Roma. Die Lebensumstände sind durch mangelnde Bildung, hohe Arbeitslosigkeit, schlechte Infrastruktur und Armut gekennzeichnet. Erschwerend kommt noch die soziale Diskriminierung hinzu. Für viele Roma ist das Recycling einer der wenigen Erwerbszweige, zu dem sie Zugang haben. In den Abfallcontainern Skopjes suchen sie nach Glas- und Plastikflaschen, Altmetall und Karton.

Aber selbst für dieses Business sind Investitionen dringend notwendig. Derzeit sind kleine Pferdewägelchen das einzige Transportmittel. Doch mit einem Pferdewagen kann man nur kleine Mengen des nach Wertstoffen getrennten Mülls über kurze Distanzen befördern. Mit dem nun zur Verfügung stehenden Fahrzeug können hingegen acht Tonnen Glas mit der Kraft von 245 PS bewegt werden. Für die im Beschäftigungsprojekt Involvierten bedeutet das Sammelfahrzeug somit nicht nur einen technologischen Entwicklungsschub, sondern ganz persönlich auch eine ökonomische Zukunftsperspektive.

Quelle: Magistrat der Stadt Wien

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Artikel vom: 03.08.2010 08:42
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