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Berlin - RWE will nach eigenen Angaben zum 1.8.2010 die Strompreise in der Grundversorgung um 1,5 Cent/kWh entsprechend ca. 7,3 Prozent erhöhen. Davon sollen knapp 2 Millionen Kunden betroffen sein. Für RWE könnten sich daraus abschätzbaren Mehrerlöse von ca. 100 Mio. Euro ergeben. Zu diesem Ergebnis kommt ein Kurzgutachten, das die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen in Auftrag gegeben hat.

Strommast
Foto: ©ErichWerner/PIXELIO
Die Bundestagsfraktion der Grünen hatte dem Gutachter den Auftrag erteilt, erstens diese Preiserhöhung auf ihre Angemessenheit im Kontext zu den diesbezüglich mitgeteilten Gründen zu prüfen und zweitens eine allgemeine Bewertung der seit dem drastischen Strompreisverfall in 2008 ausgebliebenen Preissenkungen und statt dessen flächendeckend durchgeführten
Preiserhöhungen bei Haushaltskunden vorzunehmen.

Die Kernaussagen des Gutachtens lauten:

* Die Strompreiserhöhungen im Jahr 2010 sind im allgemeinen nicht mit gestiegenen Kosten zu rechtfertigen. Den Verbrauchern wird ungefähr eine Milliarde Euro zu viel in Rechnung gestellt.
* Seit 2008 sind die Großhandelspreise beim Strom stark gesunken, diese Entwicklung hätte schon längst beim Kunden in Form von geringerer Strompreise ankommen müssen. Gleichzeitig sind die Kosten für das EEG nur geringfügig gestiegen.

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen hält diese Preiserhöhung für "ungerechtfertigt" und "illegitim". Anstatt gesunkene Börsenpreise an die Verbraucher weiterzugeben, würden die Preise von den Stromkonzernen willkürlich erhöht.

Das Gutachten mit dem Titel „Gerechtfertigte Strompreiserhöhungen ?“ kann bei gruene-bundestag.de heruntergeladen werden.

Quelle: Bündnis 90 / Die Grünen

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Artikel vom: 04.08.2010 09:45
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