Home / Top-News Abfall / Waste Kreislaufwirtschaft / Recycling Management Energie / Energy Märkte / Markets Unternehmen / Companies Forschung / Research Politik / Policy Recht / Law
Archiv
Zurück Impressum
 

Berlin - Der Mehrweganteil ist unmittelbar nach Einsetzen der Pfandpflicht auf bestimmte, ökologisch nicht vorteilhafte Einweggetränkeverpackungen deutlich angestiegen und hat sich im Segment Bier auf hohem Niveau stabilisiert. In den Segmenten Wasser und Erfrischungsgetränke ist er demgegenüber nach einem vorübergehenden Anstieg wieder gefallen. Dennoch sind Mehrwegverpackungen den Einwegverpackungen in puncto Klimaschutz und Ressourcenschonung haushoch überlegen, nicht nur bei der Herstellung, sondern auch beim Transport. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.

Getränkeflaschen
Foto: ©klaas hartz/PIXELIO
Zu den wirtschaftlichen Auswirkungen abnehmender Mehrweganteile in bestimmten Getränkesegmenten liegen der Bundesregierung keine gesicherten Erkenntnisse vor. Nachdem die Mehrwegbranche in Deutschland überwiegend von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt wird, muss aber davon ausgegangen werden, dass dieser Teilbereich der Getränkewirtschaft vom Rückgang der Mehrweganteile überproportional betroffen ist.

Der Bundesregierung ist bekannt, dass einige Anbieter in jüngster Zeit versuchen, wieder verstärkt Getränkedosen auf den Markt zu bringen. Auch über den Erfolg dieser Maßnahmen liegen der Bundesregierung noch keine Erkenntnisse vor. Sollte sich der Anteil von Getränkedosen in den Regalen tatsächlich signifikant erhöhen, sind insbesondere im Bierbereich Auswirkungen auf die Mehrwegquote zu erwarten.

Die der Bundesregierung vorliegenden Ökobilanzuntersuchungen zeigen, dass Mehrwegflaschen aus Glas oder PET jedenfalls bei den mengenmäßig relevanten Vertriebssituationen nach wie vor signifikante ökologische Vorteile gegenüber Getränkedosen haben.

Die Bundesregierung verfolgt die Entwicklung des Marktes aufmerksam und prüft gegenwärtig die für eine zusätzliche Stützung von Mehrwegsystemen in Betracht kommenden Maßnahmen.

Die Stellungnahme der Bundesregierung ist (in vorläufiger Fassung) als Drucksache 17/2641 unter bundestag.de zu finden.

Quelle: Deutscher Bundestag

Ähnliche Artikel:

Artikel vom: 06.08.2010 08:11
Zurück   
© MSV Mediaservice & Verlag GmbH, Bergstr. 16, D-82239 Biburg
Sekundär-Rohstoffe