Berlin - Anlässlich der Sitzung des Bundeskabinetts zur Verabschiedung der Grundwasserverordnung hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) eindringlich an die Bundesregierung appelliert, den Ressourcenschutz ernst zu nehmen. „Der jetzige Entwurf der Grundwasserverordnung reicht nicht aus, um einen umfassenden Grundwasserschutz sicherzustellen. Flächendeckende Einträge, beispielsweise durch die Landwirtschaft, werden vollkommen ausgeblendet“, kritisierte VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck den Kabinettsentwurf.
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| Foto: ©Dieter Schütz/PIXELIO |
Rund 70 Prozent des Trinkwassers werden in Deutschland aus Grund- und Quellwasser gewonnen. Je mehr Stoffe in das Grundwasser gelangen, desto aufwändiger wird es, einwandfreies Trinkwasser bereit zu stellen. „Die Lastenverteilung ist nicht ausgewogen. Die Zeche zahlen am Ende die kommunalen Wasserversorger und damit die Verbraucher“, unterstrich Reck.
Die Grundwasserverordnung muss die Qualität des Grundwassers für die öffentliche Trinkwasserversorgung durch entsprechende Schwellenwerte sicherstellen. Der Verordnungsentwurf unterläuft diesen Ansatz, indem er stattdessen auf die Wasseraufbereitung abstellt. Statt sich auf die Verursacher von Grundwasserverschmutzungen zu konzentrieren, werden so die Wasserversorger zum Sündenbock gemacht.
Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 240.000 Beschäftigten wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 92 Milliarden Euro erwirtschaftet und etwa 8,8 Milliarden Euro investiert. Quelle: VKU Verband kommunaler Unternehmen e. V.
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Artikel vom: 06.08.2010 08:24
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