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Berlin - Innerhalb von drei Jahren werden die deutschen Ausfuhren ihr krisenbedingtes Tal durchschritten haben. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in seinem aktuellen "AHK-Experten-Index". "Die deutschen Exporte werden im Jahr 2011 mit 8 Prozent erneut kräftig wachsen – nach zumindest 11 Prozent in diesem Jahr", prognostizierte DIHK-Außenwirtschafts-Chef Axel Nitschke, der die Umfrageergebnisse heute in Berlin vorstellte.

Der Trend geht aufwärts
Foto: ©Marko Greitschus/PIXELIO
Als die Branche, die in den kommenden Jahren die größten Zuwachsraten für die deutsche Exportwirtschaft erzielen werde, nannte Axel Nitschke die Umwelttechnik. Ihr hätten vier Fünftel der befragten AHKs besonders hohe Wachstumspotenziale zugesprochen – eine Tendenz, die sich durch alle Weltregionen ziehe.

Der "AHK-Experten-Index 2010 | 2011" beruht auf den Außenhandelserwartungen aller Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) in mehr als 80 Ländern. Die Umfrage fand in den Monaten Juni und Juli statt; die Auswertung wurde Anfang August 2010 abgeschlossen.

Sie zeigt, dass die Fachleute vor Ort auch einen kräftigen Anstieg der deutschen Importe erwarten: Bei den Einfuhren rechne der DIHK für 2010 und 2011 "jeweils mit einem Wachstum von knapp 10 Prozent", berichtete Axel Nitschke in Berlin. Damit werde Deutschland im kommenden Jahr mit 808 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert bei den Importen erreichen und den bestehenden Rekord von 806 Milliarden Euro aus dem Jahr 2008 knacken.

Bei den Exporten werde 2011 der Rekordwert von 984 Milliarden Euro aus dem Jahr 2008 "in greifbare Nähe" rücken. Maßgeblich für das überdurchschnittliche Ausfuhrwachstum 2010 seien Aufholprozesse nach dem vorherigen Krisenjahr.

China wird dabei in diesem Jahr die Niederlande auf dem Spitzenplatz ablösen und erstmals Deutschlands Importeur Nummer eins sein. "Wir beziehen aus keinem anderen Land mehr Waren als aus der Volksrepublik", sagte der DIHK-Außenwirtschaft-Chef. Anders als allgemein angenommen, würden weniger geringwertige Güter wie Textilien und Spielwaren aus China eingeführt, sondern vor allem technische Produkte wie elektrotechnische Geräte und Maschinen.

Und: "Auch wenn die deutschen Exporte 2010 und 2011 deutlich wachsen, wird Deutschland den Vorsprung auf den seit letztem Jahr amtierenden Exportweltmeister China nicht aufholen können", so Nitschke. Im Gegenteil: Die Volksrepublik werde ihren Vorsprung im Welthandel sogar weiter ausbauen.

Das komplette Statement des DIHK-Außenwirtschafts-Chefs steht unter dihk.de zum Download bereit.

Quelle: Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK)

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Artikel vom: 10.08.2010 08:30
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