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Dessau-Roßlau - Über 155.000 Tonnen zum Teil gefährlichen Elektroschrotts werden jährlich aus Deutschland ins außereuropäische Ausland exportiert, darunter allein rund 50.000 Tonnen PC- und Fernseh-Bildschirme, die neben Metallen auch flammhemmende Bromverbindungen wie gefährliche polybromierte Diphenylether (PentaBDE) enthalten können.

Verteilung der Exporte nach Gerätearten laut Warenanmeldungen (2008)
Grafik: ökopol / UBA
Selbst defekte Geräte werden zum Teil als „noch funktionstüchtig“ umdeklariert, meist nach Asien und Afrika verschifft und dort nur selten umweltgerecht recycelt.

Mit einem Hintergrundpapier zum Problem des unzulässigen Exports von Elektroaltgeräten wertet das Umweltbundesamt (UBA) die vorangegangene Ökopol-Studie aus. Deren Inhalt wird auf einfache und knappe Weise aufbereitet. Zugleich informiert das UBA über die eigenen weiteren Aktivitäten zur Lösung oder mindestens zur Verminderung des Problems.

Das Papier kommt zu dem Ergebnis: "Es geht darum, einen Beitrag zur Lösung der Problematik der Elektroaltgeräte-Exporte zu leisten. Das Problembewusstsein der Konsumenten und die Herstellerverantwortung müssen gesteigert, Sammelstrukturen verändert, der Vollzug gestärkt, der Techniktransfer unterstützt sowie Veränderungen der Rechtslage erreicht werden."

Das Hintergrundpapier des UBA kann unter uba.de heruntergeladen werden.

Quelle: Umweltbundesamt

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Artikel vom: 11.08.2010 08:29
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