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Düsseldorf - Die Auftragseingänge bei den Walzstahlerzeugnissen haben im zweiten Jahresviertel 2010 gegenüber dem Vorjahresquartal um 23 Prozent zugenommen, sind allerdings saisonbereinigt gegenüber dem ersten Quartal 2010 um knapp sieben Prozent zurückgefallen. Dies spiegelt wider, dass im Winterquartal die Nachfrage temporär erhebliche Impulse aus Lagerergänzungen von Händlern und Verarbeitern erhalten hatte, die nun ausgelaufen sind. Zu dieser Einschätzung kommt die Wirtschaftsvereinigung Stahl im Stahl-Zentrum.

Blick in eine Giesserei
Foto: ©Andreas Morlok/PIXELIO
Mit 9,2 Millionen Tonnen lag der Auftragseingang im Frühjahr aber nur leicht unter dem langfristigen Durchschnitt. Im bisherigen Jahresverlauf übersteigen die Bestellungen den Vorjahreszeitraum um 55 Prozent.

Im Juli wurden in Deutschland 3,5 Millionen Tonnen Rohstahl erschmolzen. Im
Jahresvergleich hat die Produktion im Juli um knapp 30 Prozent zugenommen.
Zwischen Januar und Juli übersteigt die Erzeugung den Vorjahreszeitraum um 59 Prozent. Die hohen Zuwachsraten zeigen nach wie vor, dass die ersten Monate des Jahres 2009 stark von der Krise gezeichnet waren. Im weiteren Jahresverlauf läuft dieser Basiseffekt jedoch aus, so dass dann auch die Zuwachsraten geringer ausfallen werden.

Die Perspektiven für den restlichen Jahresverlauf bleiben von Unsicherheit geprägt: Einerseits ist damit zu rechnen, dass im Sommerquartal der Auftragseingang saisonal bedingt weiter nachlassen wird. Erhebliche Risiken gehen unverändert auch von den Verwerfungen auf den Rohstoffmärkten aus. Andererseits hat sich im Zuge des jüngsten wirtschaftlichen Aufschwungs auch die Basis für eine anhaltende Erholung der Stahlkonjunktur in Deutschland verbreitert.

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl

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Artikel vom: 11.08.2010 09:30
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