Bremen - Rohöl ist ein kostbares Gut, seine Gewinnung gefährlich und im schlimmsten Fall einer Ölpest ökologisch schädigend. Plastik hingegen findet sich in unserer Wegwerf-Gesellschaft in rauen Mengen. Jeden Tag werden tausende Tonnen Plastikabfall verbrannt, bisher jedoch nur mit geringem Energiegewinn. Ein neues Verfahren bietet eine sinnvolle Alternative: die Kunststoffverölung.
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| Grafik: Öko-Energie Umweltfonds |
Was wie eine schöne Utopie klingt, ist ein reales Projekt des Bremer Öko-Energie Umweltfonds. Mithilfe der bereits erprobten Syntrol®-Technologie, die in einem dreistufigen Verfahren aus Plastikabfällen wieder Öl herstellt, entsteht ein vielseitig einsetzbarer Energieträger. Verglichen mit der Müllverbrennung wird bei der Kunststoffverölung der dreifache Wirkungsgrad erzielt, und der um 2/3 reduzierte CO2-Ausstoß leistet einen Beitrag zum Klimaschutz.
Ziel der Gesellschaft Öko-Energie Umweltfonds 1 GmbH & Co. KG ist die Errichtung und der Betrieb von vier SYNTROL-Anlagen in Mannheim. Ein wichtiger Schritt, betrachtet man aktuelle Entwicklungen auf dem Energiemarkt: Aufgrund sinkender Ölreserven und aggressiver Konjunkturpolitik sind in den letzten zwei Jahren die Erdölpreise um 150 Prozent gestiegen. Bereits für 2013 prognostizieren Experten dramatische Engpässe in der Ölversorgung und damit einhergehend extreme Preissteigerungen.
Noch können Anleger mit ökologischem Gewissen in das nachhaltige Projekt investieren: Bereits ab Ende nächsten Jahres arbeiten die ersten Anlagen im Mannheimer Hafen.
Weitere Informationen sind unter oekoenergie-umweltfonds.de zu finden. Die Funktonsweise der Syntrol®-Technologie ist in der Juni-Ausgabe 2010 des Fachmagazins SEKUNDÄR-ROHSTOFFE nachzulesen. Quelle: Öko-Energie Umweltfonds 1 GmbH & Co. KG
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Artikel vom: 12.08.2010 11:17
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