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Mainz - Das neue TESI-Verfahren von Bioserve ermöglicht es erstmals, ohne personellen Aufwand und ohne Energiekosten den Überschussschlamm so aufzuschließen, dass er im Faulturm besser ausgefault wird. Dazu werden vor der (mechanischen oder statischen) Schlammeindickung spezielle Tenside - Lipisol FT - in geringen Mengen in den Überschussschlamm dosiert.

Lipisol FT besteht aus einer Mischung von einem oder mehreren leicht abbaubaren (gemäß OECD 301 A-F) anionischen und nichtionischen Tensiden sowie Pflanzenextrakten. Die Zusammensetzung und die Dosiermenge wird an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst.

Die Tenside führen zu einem erheblich besseren Schlammaufschluss mit einer um ca. 10 Prozent erhöhten Gasproduktion mit entsprechender Schlammreduktion bei sehr häufig verbesserter Entwässerbarkeit.

Werden die im Überschussschlamm enthaltenen Abwasserbakterien mit dem Lipisol FT beaufschlagt, werden die Eigenschaften der Zellmembran infolge der Einlagerung der Tensidmoleküle bezüglich Permeabilität und Stabilität deutlich verändert. Allein durch die Tensidzugabe ist mit einem verbesserten Aufschluss der Überschussschlamm-Zellen im Faulturm zu rechnen. Dieser Effekt kann jedoch durch eine nachgeschaltete, vor allem auf die Stabilität der Zellmembran wirkende Desintegrationsanlage, z.B. eine Hochspannungsdesintegration deutlich verstärkt werden. Es sind jedoch auch Kombinationen mit anderen Desintegrationsverfahren möglich.

Der erfolgreiche Einsatz in inzwischen mehr als 30 Anlagen zeigt nach Ansicht des Herstellers, dass das Verfahren aufgrund der geringen Einsatzmengen außerordentlich wirtschaftlich ist.

Quelle: IFAT / Bioserve-GmbH

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Artikel vom: 19.08.2010 10:30
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