Athen - Die Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft soll nachhaltig gestärkt werden. Dies ist das Ziel des Programms EPAN II, das verschiedene Maßnahmen im Zeitraum 2007 bis 2013 vorsieht. Gefördert werden insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, die von der Wirtschaftskrise am stärksten betroffen sind.
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| Foto: ©Manfred Walker/PIXELIO |
Im Bereich Energie ist Griechenland stark auf ausländische Investoren und deren Know-how angewiesen. Das landesweite Erdgasnetz soll ausgebaut werden, insbesondere nach Nord- und Nordostgriechenland sowie zu den Randgebieten des Landes. Die Infrastruktur für die Verflüssigung von Erdgas und die Errichtung neuer Versorgungsanlagen, der Anschluss mehrerer Inseln an das landesweite Stromnetz sowie die Errichtung von Ultrahochspannungsanlagen sollen vorangetrieben werden.
"Grünes Unternehmen 2010" ist ein weiteres Programm, das mit einem Etat von 30 Mio. Euro ausgestattet ist. Es richtet sich an bestehende kleine und kleinste Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe und an Dienstleister für diese Unternehmen. Das Programm unterstützt Projekte mit einem Investitionsvolumen von 30.000 bis 200.000 Euro, der staatliche Zuschuss beträgt zwischen 35 und 45 Prozent. Die Eigenbeteiligung darf nicht unter 25 Prozent liegen. Dieses Programm fördert schwerpunktmäßig Projekte in den Bereichen Abfallverwaltung und Recycling, Emissionsreduktion, Entwicklung umweltfreundlicher Produkte, Energie- und Wasserersparnis sowie die Erfüllung von europäischen Energiestandards und -normen. Die Projektumsetzungszeit darf nicht über 18 Monaten liegen, eine sechsmonatige Verlängerung ist möglich.
Auch das Programm "Grüne Infrastruktur 2010" richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen und ist mit 30 Mio. Euro ausgestattet. Unternehmen in den Bereichen Abwasserverarbeitung sowie Abfallsortierung und -verarbeitung können einen Zuschuss beantragen. Das Investitionsvolumen soll 300.000 bis 2,5 Mio. Euro betragen, der Zuschuss kann je nach Region und Größe des Betriebs zwischen 30 und 45 Prozent betragen. Die Umsetzung muss innerhalb von 24 Monaten bei bestehenden und innerhalb von 30 Monaten bei neuen Unternehmen erfolgen, eine sechsmonatige Verlängerung ist möglich.
Schwerpunkt der Energiepolitik ist die Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien an der Gesamtenergieproduktion. Bisher kann die Lizenzvergabe durch die Regulierungsbehörde RAE für Investitionen bis zu fünf Jahren dauern. Künftig soll die Zeit zwischen Antragstellung und Ausstellung auf rund zwölf Monate verkürzt werden. Ferner soll für kleinere Wind- und Solarenergieprojekte mit einer Leistung bis zu 700 kW keine Lizenz mehr erforderlich sein. Auch operative Programme zur Energieersparnis sowie Energieinvestitionen auf den Inseln sollen aufgelegt werden.
Die griechische Wirtschaftsministerin, Louka Katseli, unterzeichnete jüngst ein Abkommen zur Unterstützung von kleinen und mittleren Betrieben (KMU). Die KMU beschäftigen in Griechenland rund 87 Prozent der Erwerbstätigen. Das Abkommen sieht unter anderem die Gründung eines Fonds zur Stärkung der unternehmerischen Initiative vor, das Fondskapital soll rund 460 Mio. Euro betragen und aus dem Entwicklungsförderungsprogramm ESPA 2007 bis 2013 (englisch: NSRG, www.espa.gr) stammen. Im Rahmen von EPAN II sollen damit bis 2013 Investitionen in Höhe von 1,7 Mrd. Euro finanziert werden. Hierzu wird die baldige Vorlage eines Gesetzesentwurfes erwartet. Der Fonds soll Unternehmen, die branchenunabhängig in Modernisierung und Ausbau investieren, Darlehen mit günstigen Zinsen gewähren. Vorhaben, die Umweltschutz und Nachhaltigkeit stärken, werden vorrangig behandelt.
Das EU-Finanzierungsinstrument JEREMIE, das mit einem Etat von 290 Mio. Euro ausgestattet ist, soll aktiviert werden. Auch hierbei geht es vornehmlich um die Finanzierung von KMU-Projekten. Ein Investitionsrat des Programms JEREMIE besteht bereits, gegenwärtig verhandeln die Verantwortlichen mit Kreditinstituten über die Bereitstellung von Geldern.
Informationen über die einzelnen Maßnahmen und deren Bedingungen im Rahmen des Programms EPAN II erteilt das Ministerium für Wirtschaft, Wettbewerbsfähigkeit und Seehandel im Internet (auf griechisch) unter ypoian.gr und antagonistikotita.gr.
Autor: Constantin Arvanakos Quelle: Germany Trade & Invest
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Artikel vom: 19.08.2010 10:39
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