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Berlin - Überlegungen in der EU-Kommission, eine Steuer auf den Rohstoffverbrauch vorzuschlagen, hat Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle entschieden zurückgewiesen. Nach seiner Ansicht würde eine Steuer auf den Rohstoffverbrauch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie beeinträchtigen.

Bundesminister Rainer Brüderle
Foto: ©BMWi/Ossenbrink
Brüderle befürchtet: "In den letzten Monaten haben die Preise für viele Rohstoffe bereits kräftig angezogen. So verdoppelten sich die Preise für Eisenerz. Eine zusätzliche Steuer würde die industrielle Produktion in ganz Europa weiter verteuern. Für die gerade wieder anspringende Konjunktur wäre das fatal."

Das Bundeswirtschaftsministerium setzt beim Thema Rohstoffe nicht auf Bürokratie und Steuern, sondern auf positive Marktanreize.

Bundesminister Brüderle weiter: "Die Rohstoffversorgung der deutschen und europäischen Industrie ist eine zentrale wirtschaftspolitische Herausforderung für den Aufschwung. Deswegen führe ich mit der Wirtschaft einen intensiven Rohstoffdialog. Wir brauchen eine ganzheitliche Rohstoffstrategie, die auf fairen internationalen Rohstoffhandel ebenso eingeht wie auf die Erschließung heimischer Ressourcen. Statt neuer Steuervorschläge wäre deswegen auch auf EU-Ebene eine engere Verzahnung der vielfältigen rohstoffpolitischen Ansätze sinnvoll."

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

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Artikel vom: 20.08.2010 11:33
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