Wien - Den Milliardeninvestitionen für die flächendeckende Einführung von Smart Metering stehen nur relativ geringe Einsparungsmöglichkeiten gegenüber. Das bestätigt auch für Österreich eine Studie von CapGemini im Auftrag von Oesterreichs Energie. „Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden und einer Jahresrechnung von zirka 650 Euro erwartet die Studie lediglich ein Einsparungspotenzial von etwa zwölf Euro jährlich“, erklärte die Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, Barbara Schmidt.
CapGemini geht dabei von internationalen Vergleichszahlen aus. Die Grundannahmen dabei: Zirka 20 Prozent Interessierte mit einem Reduktionspotenzial von fünf Prozent, 40 Prozent „Mitläufer“ mit einem Reduktionspotenzial von rund zwei Prozent und etwa 40 Prozent Uninteressierte, die das Reduktionspotenzial nicht nützen. Schmidt: „Das ergibt in Summe eine Verbrauchssenkungsannahme von durchschnittlich 1,8 Prozent.“
Oesterreichs Energie befürwortet Smart Metering als wichtige Voraussetzung für die Umgestaltung des Energiesystems in Richtung Nachhaltigkeit. Schmidt: „Smart Meter stehen in engem Zusammenhang mit wichtigen Zukunftstrends wie E-Mobility oder dem verstärkten Ausbau der dezentralen Stromerzeugung und Smart Grids. Österreichs E-Wirtschaft ist prinzipiell bereit in diese innovativen Systeme zu investieren, dafür müssen allerdings die Rahmenbedingungen geklärt werden.“ Österreich dürfe nicht in eine ähnliche Falle laufen wie die Niederlande, wo beispielsweise der Einsatz der Smart Meter aus Datenschutzgründen von der Zustimmung jedes einzelnen Kunden abhängig ist.
Ein flächendeckender Roll-Out von Smart Meter verursacht laut der Studie von Capgemini voraussichtlich Mehrkosten von rund 2,53 Milliarden Euro gegenüber der Beibehaltung der konventionellen Zähler bis 2028. Davon entfallen 1,9 Milliarden Euro auf die Investitionskosten und 634 Millionen Euro auf laufende Kosten. Der derzeit einschätzbare finanzielle Nutzen, den Smart Meter für Stromkunden und Netzbetreiber bewirken, beträgt dagegen lediglich 127 Millionen Euro.
Schmidt: „Die gesamtwirtschaftlichen Mehrkosten gegenüber dem heutigen System liegen damit in der Größenordnung von ca. 2,4 Milliarden Euro, das sind 25,35 Euro pro Zählpunkt und Jahr. Für die österreichischen Stromnetzbetreiber werde das bis 2028 jährliche Kosten von 43 Euro pro Zählpunkt bedeuten, die abzugelten sind. Nach reinen Wirtschaftlichkeits-Kriterien macht die flächendeckende Einführung von Smart Metering zurzeit keinen Sinn. Wir brauchen klare gesetzliche Regelungen, Kostenwahrheit und einen guten Datenschutz. Sonst drohen Stranded Investments und Verunsicherung der Konsumenten“. Quelle: Österreichs Energie
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| Foto: ©InesPeters/PIXELIO |
Oesterreichs Energie befürwortet Smart Metering als wichtige Voraussetzung für die Umgestaltung des Energiesystems in Richtung Nachhaltigkeit. Schmidt: „Smart Meter stehen in engem Zusammenhang mit wichtigen Zukunftstrends wie E-Mobility oder dem verstärkten Ausbau der dezentralen Stromerzeugung und Smart Grids. Österreichs E-Wirtschaft ist prinzipiell bereit in diese innovativen Systeme zu investieren, dafür müssen allerdings die Rahmenbedingungen geklärt werden.“ Österreich dürfe nicht in eine ähnliche Falle laufen wie die Niederlande, wo beispielsweise der Einsatz der Smart Meter aus Datenschutzgründen von der Zustimmung jedes einzelnen Kunden abhängig ist.
Ein flächendeckender Roll-Out von Smart Meter verursacht laut der Studie von Capgemini voraussichtlich Mehrkosten von rund 2,53 Milliarden Euro gegenüber der Beibehaltung der konventionellen Zähler bis 2028. Davon entfallen 1,9 Milliarden Euro auf die Investitionskosten und 634 Millionen Euro auf laufende Kosten. Der derzeit einschätzbare finanzielle Nutzen, den Smart Meter für Stromkunden und Netzbetreiber bewirken, beträgt dagegen lediglich 127 Millionen Euro.
Schmidt: „Die gesamtwirtschaftlichen Mehrkosten gegenüber dem heutigen System liegen damit in der Größenordnung von ca. 2,4 Milliarden Euro, das sind 25,35 Euro pro Zählpunkt und Jahr. Für die österreichischen Stromnetzbetreiber werde das bis 2028 jährliche Kosten von 43 Euro pro Zählpunkt bedeuten, die abzugelten sind. Nach reinen Wirtschaftlichkeits-Kriterien macht die flächendeckende Einführung von Smart Metering zurzeit keinen Sinn. Wir brauchen klare gesetzliche Regelungen, Kostenwahrheit und einen guten Datenschutz. Sonst drohen Stranded Investments und Verunsicherung der Konsumenten“. Quelle: Österreichs Energie
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Artikel vom: 24.08.2010 10:30
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