Karlsruhe - Auch wenn Verbraucher ihre ausgedienten Energiesparlampen direkt vor der Haustür in eigens dafür bereitgestellten Spezialbehältern entsorgen können, erhöht das nicht automatisch die Rücklaufquoten. Das mussten Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH - das Rücknahmesystem der Lampenhersteller - und das Abfallmanagementunternehmen CCSP erkennen. Ein Jahr lang hatten sie die haushaltsnahe Altlampensammlung in Karlsruher Großwohnanlagen erprobt, für ihr ambitioniertes Pilotprojekt Unterstützung von Umweltbürgermeister Klaus Stapf erhalten und jetzt Bilanz gezogen.
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| Foto: Lightcycle |
Bei Lightcycle dienen die wertvollen Erfahrungen aus diesem Projekt der stetigen Optimierung der Logistikprozesse und der Rücknahmeangebote. Immer wieder engagiert sich das Unternehmen bei der Erprobung neuer Sammelmöglichkeiten, um den für den Verbraucher günstigsten Weg zu finden. So sind z.B. bundesweit zunehmend serviceorientierte Fachhändler mit im Boot.
Knapp 5.000 Energiesparlampen wurden in den rund 20.000 Wohneinheiten von Juni 2009 bis Juni 2010 gesammelt, das sind pro Haushalt im Mittel gerade mal 0,25 Lampen pro Jahr. Trotz der langen Lebensdauer einer Energiesparlampe von durchschnittlich 10.000 Stunden und der Tatsache, dass sie noch nicht in allen Wohnungen eingesetzt wird, ein Ergebnis, das am unteren Ende der Erwartungen gelegen hat.
„Der Erfolg eines solchen Projekts ist wesentlich davon abhängig, wie intensiv die Hausverwaltungen die Einrichtung der Infrastruktur - von der Behälteraufstellung über den Transport bis zur Lagerung - mittragen und wie sehr engagierte Hausmeister vor Ort mit ihrer Überzeugungsarbeit am Ball bleiben. Mit kontinuierlichen Hinweisen und Appellen an die Bewohner, Aushängen und Informationen über die Aufklärungsarbeit von Lightcycle und die gemeinsame Aktion“, so das Resümee von Helmut Meinig, verantwortlicher Projektleiter bei CCSP. Vor allem am Inhalt der Sammeltonnen sei die Wirksamkeit dieser Maßnahmen sichtbar geworden. Mit abnehmender Intensität der Informationsarbeit ging auch die Zahl der Lampen zurück.
Für Lightycle war bereits zu Beginn seiner Tätigkeit mit Inkrafttreten des Elektroschrottgesetzes (ElektroG) im Jahr 2006 klar, dass sich die Zahl ordnungsgemäß zurückgegebener Altlampen nur steigern lässt, wenn nachhaltige Marketingmaßnahmen an zwei Hebeln ansetzen: Dem kontinuierlichen Ausbau eines flächendeckenden Sammelnetzes, um den Bürgern bei der Rückgabe entgegen zu kommen, und einer breit angelegten Aufklärungsoffensive, die das Bewusstsein über die Notwendigkeit der umweltgerechten Entsorgung schärft. Dass Energiesparlampen wegen ihrer geringen Quecksilbermengen (rund 2 mg) und der Wiederverwertung ihrer wertvollen Bestandteile einer gesonderten Entsorgung zuzuführen sind und damit auf kommunalen Wertstoffhöfen oder speziellen Sammelstellen zurückgegeben werden müssen, hat sich noch nicht ausreichend herumgesprochen. Quelle: Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH
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Artikel vom: 25.08.2010 07:57
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