Berlin - Die Zahl der Unternehmen, die sich an einem dualen System beteiligen und damit das haushaltsnahe Verpackungssystem stützen, hat sich 2009 gegenüber dem ersten Berichtsjahr 2008 um über 250 Prozent erhöht – von rund 15.000 auf rund 57.000 Unternehmen. Ursache dafür sind vor allem die seit dem Jahresbeginn 2009 geltenden neuen Vorschriften.
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| Foto: ©Gabi Schoenemann/PIXELIO |
Das hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) gemeldet; er betreibt das Register, in dem die Betriebe ihre Verkaufsverpackungen in einer Vollständigkeitserklärung (VE) angeben müssen.
Nach Ansicht des DIHK belegen diese aktuellen Zahlen, dass die Unternehmen die neuen gesetzlichen Bestimmungen aus der 5. Novelle der Verpackungsverordnung umgesetzt haben.
Fazit nach zwei Jahren: Die Vollständigkeitserklärung hat sich insgesamt als ausreichendes, schlankes, effizientes und mittelstandsfreundliches Instrument bewährt.
Aufgabe der anstehenden 6. Novelle der Verpackungsverordnung muss es vor allem sein, überflüssige Bürokratie abzubauen. Die vier wichtigsten Punkte, die die VE betreffen:
1. Verzicht auf großflächige Rasterfahndungen, mit denen die für den Vollzug zuständigen Landesbehörden alle rechtstreuen Unternehmen überprüfen. Die Ämter sollten hiervon zugunsten zielgenauer Untersuchungen von Verdachtsfällen befreit werden.
2. Einführung einer Kleinmengenregelung, da 10 Prozent der größten Unternehmen rund drei Viertel der gesamten VE-Verpackungstonnage in Verkehr bringen. Auf jeden Fall sollten die bestehenden Bagatellgrenzen vor allem bei Glas und bei den Leichtverpackungen erhöht werden.
3. Gewerbliche Verpackungen sollten nicht mehr registriert werden müssen, weil sie mit knapp 2 Prozent der gesamten Verpackungstonnage (rund 93.000 Tonnen) mengenmäßig unerheblich sind.
4. Branchenlösungen sollten deutlich entschlackt werden. Von diesen in allen Bundesländern erstmals legal zulässigen Entsorgungslösungen machen entgegen mancher Erwartungen nur wenige Unternehmen Gebrauch. Nur 9 Prozent der Verpackungen werden hierüber entsorgt.
Weitere statistische Daten des Berichtsjahres 2009 gibt es unter dihk.de. Quelle: Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
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Artikel vom: 30.08.2010 09:46
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