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Mombasa, Kenia - Die Einführung von "East African Computer Recycling" (EACR) unterstützt Hewlett-Packard (HP) durch die irische Freiwilligen-Organisation Camara Education. Diese unterrichtet unter Einsatz modernster Technik Menschen in abgelegenen und benachteiligten Gemeinden in Afrika. EACR wird Ende 2010 Kenias erstes Recycling-Center für elektronischen Computerschrott eröffnen. Ziel ist eine gesündere, sicherere Entsorgung, die Verbesserung von Recycling-Standards und der Aufbau einer lokalen, nachhaltigen IT-Recycling-Industrie.

E-Schrott
Foto: ©Karl-Heinz Laube/PIXELIO
"Mit diesem bahnbrechenden Projekt will HP zeigen, dass die nachhaltige Entsorgung von IT-Müll Arbeitsplätze schaffen kann, während gleichzeitig ein wertvoller Beitrag für die Gesundheit und den Umweltschutz geleistet wird", sagte Klaus Hieronymi, Umweltsprecher des Vorstandes, Hewlett-Packard Europe, Middle East and Africa. "Der IT-Müll in Kenia entsteht durch den Import von neuen oder gebrauchten Geräten und durch die direkte Einfuhr von Müll, was gegen internationale Richtlinien verstößt. Deshalb sind Recycling-Anlagen vor Ort nötig."

Anlage für bis zu 20 Prozent der kenianischen IT-Abfälle

Das EACR Recycling-Center für IT-Müll erhält alte Geräte von irischen Schulen, die von Camara betrieben werden, von Unternehmen, aus der Verwaltung und von Privatleuten. Der IT-Abfall wird nach Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltstandards getrennt, die von HP überwacht werden: Noch funktionierende Geräte werden für die Wiederverwendung aufbereitet, kaputte Computer werden zerlegt und die verschiedenen Komponenten wie Plastik und Metall voneinander getrennt. Teile, die einen komplexeren Recyclingprozess durchlaufen müssen, werden an Einrichtungen gegeben, die dafür die notwendigen Technologien besitzen. Das langfristige Ziel ist, bis zu 20 Prozent des kenianischen IT-Abfalls in dieser Anlage zu verwerten.

"Es ist ein logischer Schritt, dass wir das Recyclen von IT-Müll anbieten, da wir Schulen in Kenia mit Computern versorgen. Durch die Kooperation mit HP können wir alte Geräte aus unseren Schulen entsorgen und einen örtlichen Recycling-Service anbieten, den es sonst nicht geben würde", sagt Eoghan Crosby, der technische Direktor von Camara Education.

Größere Sicherheit und höheres Einkommen

Mit diesem Prozess soll erreicht werden, dass Arbeiter im informellen Sektor die Vorteile von IT-Recycling verstehen: größere Sicherheit und ein höheres Einkommen. HP und Camara Education werden beispielsweise Arbeiter bitten, die Computer in einem Stück bei EACR abzuliefern. Durch die professionelle Verschrottung können die einzelnen Teile gewinnbringender von der EACR verwertet und die negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt minimiert werden.

Da ein Großteil des IT-Schrotts heute ohne Regulierung nach Afrika eingeführt wird und gleichzeitig die Wirtschaftsmacht des Kontinents wächst, müssen Standards für Recycling eingeführt werden. Durch das Center von EACR in Mombasa wird Kenia Vorreiter in der Entwicklung besserer Standards für IT-Recycling und hat dadurch entscheidende ökonomische Vorteile.

HP betreibt erfolgreich Recycling-Projekte in über 52 Ländern. Mit Hilfe des "HP Planet Partners return and recycling"- Programms, das 1987, ins Leben gerufen wurde, will das Unternehmen bis 2010 weltweit 900.000 Tonnen an Hardware und HP Druckerpatronen recyceln. Bis jetzt wurden bereits 650.000 Tonnen recycelt und 125.000 Tonnen konnten wieder verwendet werden.

Quelle: PresseBox

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Artikel vom: 29.11.2010 12:06
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