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Münster - Abwasser aus Industrieanlagen ist oft belastet. Aber es enthält auch versteckte Energie. Die Technik der anaeroben Abwasserbehandlung reinigt das verschmutzte Wasser unter Luftabschluss und erzeugt dabei Energie, die als Biogas nutzbar wird. Ein Vortrag der Vorlesungsreihe "WasserWissen" widmet sich diesem Verfahren, das im Vergleich zu anderen Methoden wirtschaftliche und ökologische Vorteile bringt.

Einbau einer SanoClean Kleinkläranlage
Foto: MALL GmbH
In ihrem Vortrag über "Anaerobe Industrieabwasser-Behandlung in Deutschland und in Entwicklungsländern" präsentiert Prof. Dr. Ute Austermann-Haun von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe präsentiert die Vorteile der Anaerobtechnik. Außerdem stellt die Expertin für Siedlungswasserwirtschaft den aktuellen Stand der Forschung vor, die sich mit dem Einsatz von speziellen Membranen beschäftigt. Mit diesen können auch extrem hoch belastete Abwässer behandelt werden. Als Beispiel für den Einsatz der Technik in Entwicklungsländern stellt sie zudem eine Anaerobanlage "Marke Eigenbau" aus Vietnam vor.

Mit Hilfe der anaeroben Abwasserbehandlung werden hoch belastete Abwässer, wie sie beispielsweise in der Industrie entstehen, gereinigt. Dies geschieht in diesem besonderen Verfahren durch einen Faulungsprozess unter
Luftabschluss. Dabei entsteht wertvolles Biogas, das sich zum Heizen oder zur
Stromgewinnung nutzen lässt.

In Deutschland wurden bis 2008 bereits 250 großtechnische Anaerobanlagen von namhaften Herstellern gebaut, weltweit existieren über 2.200 dieser Anlagen. In Entwicklungsländern werden die Anlagen auch oft in Eigenregie gebaut. Sie kommen bei der Säuberung von kommunalem und industriellem Abwasser zum Einsatz und sind dort oft der erste Schritt zur Abwasserreinigung.

Der Vortrag von Prof. Dr. Ute Austermann-Haun über "Anaerobe Industrieabwasser-Behandlung in Deutschland und in Entwicklungsländern" wird am Mittwoch, dem 12. Januar, im Rahmen der Ringvorlesung „WasserWissen" gehalten. Die Veranstaltung beginnt um 18.15 Uhr im Fachhochschulzentrum, Correnstrasse 25, Raum A004 in Münster. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen unter uni-muenster.de.

Quelle: Fachhochschule Münster

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Artikel vom: 07.01.2011 08:23
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