Kapitalengagements ausländischer Entsorger in der Kommunalmüll- und Recyclingbranche der Ukraine sind wenig lukrativ und mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.
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Der auf dem Treffen mit dem ukrainischen Premierminister anwesende Vertreter des deutschen Abfallentsorgers gab außerdem an, dass in einer anderen ukrainischen Großstadt die dortigen Kommunalorgane fällige Tarifanhebungen für die Müllabfuhr blockiert hätten – aus wahlkampftaktischen Gründen, wie es heißt. Die Folge für die kommunale Tochtergesellschaft des deutschen Investors: Sie schreibt derzeit tiefrote Zahlen.
Bestehende Verträge aufgekündigt
Ukrainische Quellen lassen folgenden Hintergrund vermuten: Im Januar 2011 hatte der städtische Betrieb OdessKommunTrans (Odessa) den mit der Gesellschaft Remondis Ukraina geschlossenen Vertrag über die Sammlung und Entsorgung kommunalen Festmülls im zentralen Freihafenbezirk Porto Franko der ukrainischen Hafenstadt gelöst. Das Kommunalunternehmen habe diese Aufgabe „bis auf Weiteres“ der lokalen Entsorgungsfirma Soyuz übertragen. In dieser spielt die Rodina eine tragende Rolle, eine militante, mit großrussischer Programmatik werbende und insbesondere für den Anschluss der Ukraine an Russland eintretende politische Gruppierung.
Wie weiter zu erfahren war, hatte Remondis Ukraina, eine Tochtergesellschaft der deutschen Remondis International, die Müllabfuhr im Bezirk Porto Franko seit Januar 2010 auf Basis eines zuvor mit OdessKommunTrans geschlossenen Subunternehmervertrags besorgt. Allerdings hatte die Stadtverwaltung das Auftragsvergabevorhaben nicht öffentlich ausgeschrieben; der Einstieg von Remondis in den dortigen Entsorgungsmarkt war ehedem mit Unterstützung der Stadtverwaltung unter dem damaligen Bürgermeister Eduard Gurvits erfolgt ...

Lesen Sie mehr in der aktuellen EU-Recycling Ausgabe 05/2011, Seite 30-31. Quelle: EU-Recycling / gtai - Autor: Harald Meyer
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Artikel vom: 29.04.2011 11:59
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