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Berlin -- Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. feierte am 13. Mai 2011 sein zehnjähriges Jubiläum im Rahmen der Mitgliederversammlung in Berlin. Festredner Prof. Dr. Klaus Töpfer würdigte bei diesem Anlass den Unternehmergeist der Branche, die mit dem neuen Energieträger Holzpellets einen unbekannten Weg in Richtung Erneuerbare Energie mutig beschritten sowie erfolgreich und nachhaltig gestaltet habe.

Neuer DEPV-Vorsitzender Martin Bentele
Foto: DEPV
In seiner Antrittsrede erklärte der neue DEPV-Vorsitzende Martin Bentele: "Innerhalb von zehn Jahren haben wir Holzpellets als verlässliche Quelle am Wärmemarkt bekannt gemacht. Wir müssen aber weiter nach vorne schauen. Ob sich Heizen mit Pellets endgültig etabliert, wird maßgeblich davon abhängen, ob die Branche dem Verbraucher Qualität, Komfort, Versorgungs-Sicherheit und ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis sowohl bei der Technik als auch beim Energieträger vermitteln kann".

Bei der Umsetzung dieser Hausaufgaben sieht Bentele den DEPV auf einem guten Weg und benennt die vom Verband angestoßenen Initiativen der neuen europäischen Pelletzertifizierung ENplus und der aktuellen Fortbildungs-Kampagne "Fachbetrieb Pellets und Biomasse" exemplarisch für rege Branchenaktivitäten. Qualität sei eine Daueraufgabe, und der DEPV dürfe auch in den nächsten Jahren nicht aufhören, dieses Feld zu besetzen. "Was wir jedoch genauso benötigen", hob Bentele hervor, "ist die Rückendeckung der politischen Entscheidungsträger, die endlich den Stellenwert der modernen Holzenergie am Wärmemarkt für einen effektiven Klimaschutz erkennen und in wirksame Maßnahmen umsetzen müssen."

Politik muss Konsequenzen ziehen

Als wichtigen Bestandteil von angemessenen Rahmenbedingungen nannte Bentele eine "Erneuerbare-Wärme-Prämie", die vom Bundesverband für Erneuerbare Energie (BEE) als Modell für einen haushaltsunabhängigen Umbau des Wärmemarktes konzipiert worden ist. Wenn die Politik die CO2-Emission von Energieträgern als wesentlichen Faktor für deren Bewertung ansehe, dann müsse sie auch die Konsequenz ziehen und die fossilen Brennstoffe zur Energiewende am Wärmemarkt heranziehen, forderte Bentele. Dieses Modell könne sehr gut mit einem Steuerabschreibungsmodell gekoppelt werden, bei dem über einen gewissen Zeitraum die Investition in energetische Sanierungsmaßnahmen wie den Heizungstausch steuerlich anteilig abgeschrieben werden könne.

Bei der Festveranstaltung wurde deutlich, dass innerhalb der Pelletbranche auch weiterhin der Wärmemarkt als zentrales Handlungsfeld gesehen wird. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion sagte Bärbel Höhn, ehemalige Umweltministerin von Nordrhein-Westfalen und heute stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, dass vieles dafür spreche, die qualitativ hochwertigen Pellets in Deutschland auch in effizienten kleinen und mittleren Feuerungsanlagen zu verwenden. Der erste stellvertretende Vorsitzende des DEPV Helmut Schellinger erklärte: "Während andere Energieträger teilweise hohe CO2-Substitutionskosten verursachen, können mit Pellets bei der CO2-Vermeidung am Wärmemarkt Gewinne erzielt werden."

Quelle: Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V.

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Artikel vom: 17.05.2011 07:07
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