Berlin -- Der von der Bundesregierung berufene BioÖkonomieRat drängt auf eine Kurskorrektur bei der energetischen Nutzung von Biomasse. Ihr Ausbau sollte sich künftig stärker an Kriterien der Wirtschaftlichkeit orientieren und der Ernährungssicherung Priorität einräumen, heißt es in einer neuen Empfehlung der Regierungsberater. Auch müsse eine Strategie zur Bioenergienutzung Umwelt- und Klimaschutzaspekte stärker betonen.
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| Quelle: BÖR |
Europäische Vorgaben im Energiebereich sehen vor, dass bis 2020 beispielweise 20 Prozent des gesamten Energiebedarfs in der EU aus erneuerbaren Energieträgern stammen sollen. In Deutschland werden derzeit 11 Prozent des Endenergieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt, davon knapp Prozent durch Biomasse. Mit dem wachsenden Bedarf an Biomasse ergeben sich jedoch neue Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft: Der verstärkte Pflanzenanbau zur Energiegewinnung kann zu stärkerer Konkurrenz mit der stofflichen Nutzung, Land- und Nahrungsmittelverknappung sowie steigenden Nahrungsmittel- und Landpreisen führen.
Der Rat spricht daher folgende Empfehlungen aus:
* Empfehlung 1 – Ernährung sichern
* Empfehlung 2 – Strategie zur nachhaltigen Flächennutzung in Deutschland erarbeiten
* Empfehlung 3 – Nachhaltige Erzeugung und Nutzung von Biomasse umsetzen, auch international
* Empfehlung 4 – Gemeinsame Konzepte für die Nutzung von Nicht-Nahrungsmittelbiomasse entwickeln
* Empfehlung 5 – Förderinstrumente bedarfsgerecht ausgestalten
* Empfehlung 6 – Forschung und Entwicklung stärker mit wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen verzahnen
* Empfehlung 7 – Kommunikation verstärken und als wesentliche Aufgabe etablieren
Der vollständige Bericht kann unter biooekonomierat.de heruntergeladen werden. Quelle: Forschungs- und Technologierat Bioökonomie (BÖR)
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Artikel vom: 27.01.2012 08:40
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