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Berlin -- "Eine verstärkte Nachfrage von Informationen rund um den Friedhof bei der RALGütegemeinschaft Friedhofsysteme e.V. lässt erkennen, dass sich immer mehr Kommunen, aber auch kirchliche Institutionen aktiv mit der Entwicklung ihrer Friedhofsanlagen beschäftigen. Nicht zuletzt haben die veränderten Anforderungen in diesem Bereich starken Einfluss auf Betrieb und Wirtschaftlichkeit", meint der Vorsitzende der Gütegemeinschaft, Hubert Schmitt.

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Quelle: RAL Gütegemeinschaft
Friedhofsysteme
Und fügt hinzu: "Deshalb ist es erforderlich, die Entwicklungen, Veränderungen und die zukünftigen Anforderungen im Friedhofswesen zu erkennen, sie auf Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit in den eigenen Friedhofsanlagen zu überprüfen und sie dann als bedarfsorientierte Angebote zur Verfügung zu stellen. Dazu ist es notwendig, eine Bedarfsanalyse und einen Entwicklungs- und Betreibungsplan zu erarbeiten."

Rund 32 000 Friedhöfe mit mehr als 40 Millionen Gräbern auf 350 Quadratkilometern Fläche und zurzeit rund 860.000 Bestattungen im Jahr sind die Realität in Deutschland. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Sterberate in den nächsten Jahren von 1,05 Prozent auf 1,3 Prozent steigen. Ein gravierendes Problem zeigt sich zunehmend in der Finanzierung der Friedhöfe. Das
Friedhofsgebühren-Volumen liegt zurzeit bei 2,5 Mrd. Euro/Jahr bei gleichzeitiger Bezuschussung aus den kommunalen Haushalten wegen Unterdeckung von einer Milliarde Euro/Jahr.

"Da die Rahmenbedingungen und die Bestandsdaten wie z.B. demografische Entwicklung, Sterberate, Platzbedarf, Kremationsanteil, Ruhezeiten oder Boden- und Wasserprobleme etc. von Friedhof zu Friedhof sehr unterschiedlich sein können, ist ein einfaches Übertragen vorgefertigter Lösungsvorschläge nicht ohne weiteres möglich und sinnvoll. In den meisten Fällen fehlen solche individuelle Entwicklungspläne gänzlich", so Schmitt.

Weitere Trends und Entwicklungen sind zu berücksichtigen. Die Kremationsrate nimmt zu, es werden mehr Urnenbestattungen in Urnenwänden oder Urnengräbern stattfinden. Neue Bestattungsformen wie Baumbestattungen, Urnen-Gemeinschaftsgräber, pflegearme bis pflegefreie Grabarten werden zusehends mehr nachgefragt. Die Gütegemeinschaft Friedhofsysteme bietet Lösungsansätze für die Friedhofsentwicklung der Zukunft aus dem Netzwerk ihrer Mitglieder an.

Zukünftig sollte der Friedhofsbetreiber weniger nur reagieren, sondern durch das Angebot von alternativen Bestattungsarten die Nachfrage steuern und Trends selbst beeinflussen. Das Image der Erdgräber als aufwendige, langwierige, teure Bestattung muss zur pietätvollen, naturnahen, zeitlich variablen, individuellen und preiswerten Bestattungsform gewandelt werden. Durch Reaktivierung von belasteten Überhangflächen, Sanierung von Flächen und Umwidmung nicht notwendiger Reserveflächen können wirtschaftliche Effekte erzielt werden. Gleiches gilt für die Verkürzung der Liegezeiten bei Erdgräbern z.B. durch Grabkammersysteme, kleine Grabanlagen mit kleinen Pflanzflächen und flexibler Gestaltung. Auch ÖPP-Modelle für Friedhöfe können ein Lösungsansatz für das wirtschaftliche Betreiben von Friedhöfen sein.

"In sehr vielen Friedhofsvorhaben – ob Neubau, Erweiterung, Sanierung - konnte die Gütegemeinschaft Friedhofsysteme e.V. seit Ihrer Gründung 1999 speziell Friedhofsträgern und Planern aufklärend und beratend zur Seite stehen und mitarbeiten, damit das Vorhaben erfolgreich und wirtschaftlich ausgeführt und ein für die zukünftigen Anforderungen gewappneter funktionierender Friedhof geschaffen werden konnte", bilanziert der Vorsitzende der Gütegemeinschaft.

Quelle: RAL Gütegemeinschaft Friedhofsysteme e.V.

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Artikel vom: 27.01.2012 09:24
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