Berlin -- Die ALBA Group, eine der führenden Unternehmensgruppen im Bereich Recycling und Rohstoffversorgung, wertet die gestern vom Vermittlungsausschuss des Bundesrates und Bundestages gefundene Einigung zum Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung der Kreislaufwirtschaft als wenig ambitioniert.
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| Source: ALBA Group |
Die private Abfall- und Recyclingbranche hat sich in Deutschland bereits seit Jahren stark entwickelt. Moderne Anlagen zur Sortierung und Verwertung wurden gebaut, neue Techniken zur Aufbereitungen von Wertstoffen sind heute technologische Vorreiter und weltweite Exportschlager. Die Folge war das Erreichen einer Recyclingquote von heute schon knapp 64 Prozent. Gleichzeitig wurde die Abfall- und Recyclingbranche zu einem wichtigen Rohstofflieferanten für die deutsche Wirtschaft.
Schon heute ersetzt das Recycling von Abfällen Rohstoffimporte der deutschen Industrie von jährlich rund zwölf Milliarden Euro. Damit liefert die Sekundärrohstoff-Wirtschaft bereits heute etwa 14 Prozent aller in Deutschland eingesetzten Rohstoffe (45 Prozent bei Stahl, über 70 Prozent bei Papier, 94 Prozent bei Glas). Bis zum Jahr 2015 könnte die Summe, so eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft im Auftrag des BDE, auf rund 20 Milliarden Euro ansteigen.
Der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag hatte sich gestern auf einen Kompromiss zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz geeinigt. Darin wird ein Recyclingziel von 65 Prozent aller Abfälle bis zum Jahr 2020 festgeschrieben. Der Einigungsvorschlag wird morgen, am 10. Februar 2012, dem Bundesrat zur finalen Verabschiedung vorgelegt. Damit könnte das Verfahren zum Kreislaufwirtschaftsgesetz mit über einem Jahr Verspätung abgeschlossen werden und das Gesetz in drei Monaten in Kraft treten.
Zahlen und Fakten zu Leistung und Potentialen der Recyclingbranche in Deutschland stehen in einem Hintergrundpapier zum Download bereit. Quelle: ALBA Group plc & Co. KG
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Artikel vom: 09.02.2012 09:23
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