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Berlin -– Die amtierende Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates, Marlehn Thieme, hat die Unternehmen beglückwünscht, die am Montagabend vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und der Unternehmensinitiative "Future – Verantwortung unternehmen" e.V. für ihre Nachhaltigkeitsberichte 2011 ausgezeichnet wurden: "Wir unterstützen diese Bereitschaft zur Transparenz gemeinsam mit der Bundesregierung, weil wir glauben, dass Nachhaltigkeit in den Unternehmen weitere Impulse braucht, um zum Normalfall zu werden."

Screenshot RNE-Imagefim
Quelle: RNE
In der Wettbewerbskategorie Großunternehmen landete BMW auf dem ersten Platz, gefolgt von Siemens und BASF. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen gewann die Öko-Brauerei Neumarkter Lammsbräu, auf den Plätzen zwei und drei folgen der Spezialhändler für umweltfreundlichen Bürobedarf memo sowie die Bremer Straßenbahn AG. "Die ausgezeichneten Unternehmen können den Beweis antreten, dass nachhaltiges Wirtschaften auf die Wettbewerbsfähigkeit einzahlt", so Thieme.

KMU-Berichte zunehmend

Insbesondere bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sei ein Trend zu mehr Transparenz erkennbar, so Jana Gebauer, Expertin für nachhaltige Unternehmensführung am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung. "Nachdem für das letzte Ranking 2009 insgesamt 46 KMU-Berichte eingereicht und unseres Wissens nur eine geringe Zahl weiterer Berichte veröffentlicht wurde, konnten wir 2011 einen deutlichen Anstieg der Berichtsaktivitäten von KMU beobachten. Für das Ranking 2011 wurden bis zum Abgabetermin 55 Berichte eingereicht. Unsere Recherchen ergaben, dass zirka 80 weitere KMU eigenständige Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen."

Angesichts der Vielzahl kleiner und mittelständischer Unternehmen in Deutschland und eines 25 Prozent-Anteils der Nicht-Berichterstatter bei den 150 größten Unternehmen wird aber ebenfalls deutlich, dass der Weg noch weit ist, bis Nachhaltigkeit allgemein akzeptierte Grundlage für die Analyse wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit ist. Der Umkehrschluss, dass deutsche Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit nichts zu berichten hätten, sei indes falsch. "Deutsche Unternehmen haben aufgrund der gesetzlichen Regelungen im globalen Wettbewerb Wettbewerbsvorteile, die sie jedoch nicht ausreichend strategisch einsetzen", so Marlehn Thieme. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex erleichtere den Einstieg in die Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Weiterführende Informationen zum IÖW/Future-Ranking und die Ergebnislisten unter ranking-nachhaltigkeitsberichte.de

Quelle: Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE)

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Artikel vom: 28.02.2012 08:57
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