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Berlin -- Keine Energiequelle wuchs in Deutschland im letzten Jahr mehr als die verhältnismäßig kostengünstige Windkraft mit 23 Prozent. 2011 wurden allein an Land Windkraftanlagen mit einer Kapazität von zwei Großkraftwerken installiert – deutlich mehr als in den Vorjahren. Der Trend wird sich auch auf dem Meer fortsetzen: Zwei Offshore-Windparks sind bereits in Betrieb, zwei weitere in Bau, vier Vorhaben sollen in diesem Jahr begonnen werden, und für 30 wurden Genehmigungen erteilt. Mit neuen Maßnahmen sollen Hindernisse bei Finanzierung und Netzanschlüssen beseitigt werden.

Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch in Deutschland im Jahr 2011 (vorläufig)
Quelle: EEFA, BMU; Grafik: BMU
Neue Daten zur deutschen Stromerzeugung im Jahr 2011 sprechen eine klare Sprache: Die Windkraft wird unaufhaltsam zum Leistungsträger im deutschen Energiesystem. 2011 lieferten Windkraftanlagen etwa 9 Mrd. kWh mehr Strom als im Jahr zuvor. Damit betrug der Beitrag der Windkraft zum deutschen Strommix 7,6 Prozent. Bis zum Jahresende standen in Deutschland ca. 22.300 Windenergieanlagen mit einer Gesamtkapazität von über 29.000 Megawatt zur Verfügung. Größter Windkraftstandort Deutschlands ist Niedersachsen. Doch auch in anderen Bundesländern wird die Windkraft massiv voran getrieben: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein können in einem durchschnittlichen Windjahr schon heute annähernd die Hälfte ihres gesamten Stromverbrauchs durch Windenergie decken. Andere Bundesländer holen auf. Besonders zügig ging der Ausbau 2010 in Rheinland-Pfalz und Bayern voran.

Nach den Plänen der Bundesregierung soll im Jahr 2050 etwa die Hälfte des deutschen Stromes aus Windenergie gewonnen werden. Das ist realistisch: So lassen sich allein durch das sogenannte „Repowering“, dem Austausch von Alt- gegen Neuanlagen, die Kapazitäten an Land deutlich steigern. Außerdem erarbeitet die Bundesregierung zusammen mit den Ländern Vorschläge, wie neue Flächen für die Windenergie ausgewiesen werden können, etwa in intensiv genutzten Wirtschaftswäldern.

5 Milliarden Euro für Sonderprogramm Offshore

Einen besonderen Beitrag sollen Windkraftanlagen weit vor den Küsten leisten. Ihren Ausbau fördert die Bundesregierung seit letztem Jahr mithilfe des KfW-Sonderprogrammes Offshore. Daraus stehen Mittel in Höhe von 5 Milliarden Euro zur Verfügung. Auch das Erneuerbare Energien Gesetz wurde zur Unterstützung der Offshore-Windkraft angepasst. Offene Fragen des Netzanschlusses werden ebenfalls angegangen. Die von der Bundesregierung initiierte Arbeitsgruppe „Beschleunigung der Netzanbindung von Offshore-Windparks" hat mittlerweile Maßnahmenvorschläge entwickelt. Haftungsfragen auf Seiten von Windpark- und Netzbetreibern wird die Bundesregierung durch eine gesetzliche Regelung lösen.

25 Gigawatt bis zum Jahr 2030

Experten halten einen Ausbau der Offshore-Windkraft bis zum Jahr 2030 auf bis zu 25 Gigawatt für realistisch. Das entspricht 25 herkömmlichen Großkraftwerken. Allein mit den vier Vorhaben, die bereits in diesem Jahr begonnen werden sollen, wird die Offshore-Windkraft bis zu 5,3 Mrd. kWh Strom im Jahr erzeugen. Damit können mehr als 1,5 Mio. Haushalte mit Strom versorgt werden, so viele wie in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zusammen.

Weitere Informationen zum Beitrag der Windkraft im Jahr 2011 sind dem Papier "Erneuerbare Energien 2011" (PDF, 1,28 MB) zu entnehmen.

Quelle: Bundesumweltministerium

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Artikel vom: 20.03.2012 07:28
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