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Berlin/Bonn -- "Abbruch und Rückbau" - der Name von Europas größtem Treff der Abbruchbranche ist Programm. Längst hat der einst flächendeckende Gebrauch der Abrissbirne einem achtsamen Umgang mit dem Abbruchmaterial und dem Konzept des "selektiven Rückbaus" Platz gemacht. Das kommt unter anderem auch dem Recycling von PVC-Baustoffen wie Fenstern, Türen, Rollladen, Bodenbelägen, Dachbahnen oder Kunststoffrohren zugute, die häufig bereits auf der Baustelle vom restlichen Abbruchmaterial getrennt werden.

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Quelle: Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH
"Für die einzelnen Recycling-Systeme der PVC-Baustoffe stellt die Abbruchbranche daher eine wichtige Zielgruppe dar", betonte Michael Vetter, Geschäftsführer der Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH, Bonn, anlässlich der 18. Abbruchtagung in Berlin. Dort präsentierte er seine Organisation zusammen mit anderen Recycling-Initiativen der "Aktion PVC-Recycling".

Gemeinsames Projekt

In diesem Recycling-Verbund, der im Rahmen des Branchentreffs Aufklärungsarbeit leistete, haben sich fünf Gesellschaften zu einem Gemeinschaftsprojekt für PVC-Baustoffe-Recycling zusammengeschlossen: die Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag-Recycling (AgPR), die Organisation Roofcollect (für Dach- und Dichtungsbahnen), das Recyclingsystem des Kunststoffrohrverband e.V. (KRV), das Projekt EPCOAT (für Planen) sowie die Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH als bundesweites Sammel- und Wiederverwertungssystem für PVC-Altfenster, -türen und -Rollladen.

Angeboten als Problemlöser

"Mit unseren Recycling-Angeboten verstehen wir uns als Problemlöser für die Abbruchunternehmen. Denn die Vorschriften lassen seit 2005 keine Deponierung von Bauabfällen mehr zu. Die Aktion PVC-Recycling und ihre Sammel- und Wiederverwertungssysteme setzen daher auf das preisgünstige werkstoffliche Recycling", erläutert Vetter. Hierbei werden die PVC-Bauabfälle direkt an der Baustelle eingesammelt, in spezialisierten Recyclinganlagen sortenrein getrennt und - ganz im Sinne der vom Gesetzgeber geforderten Kreislaufwirtschaft - wieder zu neuen Bauprodukten verarbeitet.

Strenge Qualitätskontrolle

Bei Fenstern steht zum Beispiel am Ende des Recyclingprozesses ein hochwertiges PVC-Regranulat. Das Recyclingsystem Rewindo hat dafür die Produktspezifikationen mit seinen Gesellschaftern erarbeitet. Das Regranulat unterliegt strenger Qualitätskontrolle und kann durch die Rewindo Gesellschafter wieder der Produktion verschiedener Fenster- und Bauprofile mit Recyclatkern zugeführt werden. Glas- und Metallreste gehen ihrerseits in spezielle Weiterverarbeitungsbetriebe. Die Recyclinganlagen sind als Entsorgungs-Fachbetriebe zertifiziert. Die Abfallbesitzer liefern damit den Rohstoff für neue Bauprofile und die Sicherheit für eine umweltgerechte, ordnungsgemäße und nachhaltige Entsorgung.

Über 19.000 Tonnen PVC-Regranulat

Seit Gründung der Rewindo vor zehn Jahren sind die jährlichen Recyclingmengen Jahr für Jahr angestiegen. Nach ungefähr 3.000 Tonnen in 2001 konnten vergangenes Jahr bereits über 19.000 Tonnen PVC-Regranulat aus ca. 800.000 ausgedienten Kunststoff-Altfenstern gewonnen werden. "Die Tendenz ist weiterhin steigend. Im Gebäudebestand befinden sich noch mehrere 100 Millionen Kunststofffenster. Viele davon stammen aus den 70er und 80er Jahren und halten den heutigen Energieeinspar-Vorschriften schon längst nicht mehr stand. Sie müssen kurz- oder mittelfristig ausgetauscht werden", urteilte Michael Vetter.

Quelle: Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH

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Artikel vom: 02.04.2012 07:14
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