Köln -- Die Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland GmbH (DSD) wendet sich massiv gegen die Forderung des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU), die Getrenntsammlung zu rekommunalisieren. Bestrebungen, die Gelbe Tonne und den Gelben Sack zu verstaatlichen, lehnt Der Grüne Punkt ab, da effizientes und nachhaltiges Recycling doch vielfach die Leistungsfähigkeit der Kommunen übersteige.
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| Quelle: Der Grüne Punkt (DSD) |
Die Kosten für die Verpackungsentsorgung sind in den vergangenen Jahren um über 50 Prozent gesunken. "Von den kommunalen Müllgebühren lässt sich das eher nicht behaupten", so Schreiter. "Die Kosten kommunaler Misswirtschaft und von Quersubventionen bei der Abfallentsorgung werden den Bürgern über stetig steigende Müllgebühren angelastet. Die Kommunen vergeben die Entsorgungsaufträge ohne Wettbewerb an sich selbst: Preise steigen, Verwertungsquoten sinken - das ist inakzeptabel und völlig ineffizient."
Was passiert, wenn man den Kommunen die Getrenntsammlung überlässt, kann man beim europäischen Nachbarn beobachten: In den Niederlanden kostet die kommunale Sammlung von Kunststoff bis zu 700 Euro pro Tonne, in Deutschland gerade mal 200 Euro. Die Differenz zahlen die Hersteller, die die Kosten natürlich auf den Produktpreis umlegen müssen.
"Handel und Industrie in Deutschland sind aufgefordert, sich gegen die Verstaatlichung ihres dualen Systems zu wehren. Recycling darf nicht als Füllhorn klammer Staatsfinanzen und zum Stopfen von Haushaltslöchern degradiert werden", verdeutlicht Schreiter. "Kommunale Planwirtschaft, die obendrein noch über mögliche Verpackungssteuern finanziert wird, heißt: Die Kosten trägt die Wirtschaft, das Sagen haben Andere." Quelle: Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland GmbH (DSD)
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Artikel vom: 19.04.2012 11:18
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