Mehr als 60 Prozent vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) befragter Entsorgungsbetriebe halten es für notwendig, dass die organisatorischen und rechtlichen Probleme der Verpackungsentsorgung behoben werden müssen, um die Wertstofferfassung in Deutschland zu optimieren. Sie halten die Verpackungsverordnung für kein sinnvolles Instrument, um das Recycling zu fördern. Das geht aus dem neuen VKU-Spotlight hervor, das VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp und VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck heute auf einer Pressekonferenz auf der IFAT ENTSORGA in München präsentiert haben.
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| Foto: O. Kürth |
Die Umfrage zeigt auch, dass die kommunalen Unternehmen die Wertstoffe sammeln, die Aufbereitung/Vorbereitung für die werkstoffliche Verwertung jedoch häufig bei Dritten liegt. „Entgegen anders lautender Aussagen geht es den kommunalen Unternehmen nicht um eine „Verstaatlichung des Recyclings“, betonte Hasenkamp. Das Recycling, das heißt, die eigentliche stoffliche Nutzung von Sekundärrohstoffen, wird auch künftig in Deutschland zum großen Teil privatwirtschaftlich erfolgen. „Die Sammlung der Abfälle muss jedoch bei den Kommunen bleiben, damit die Bürger künftig einen verlässlichen Ansprechpartner haben“, so Reck.
Insgesamt 148 Unternehmen haben an der Erhebung des VKU-Spotlights teilgenommen und wurden befragt, welche Meinung sie generell zum Thema Wertstofferfassung haben, wie sie bereits umgesetzt wird und wo Planungen für eine sogenannte Wertstofftonne existieren. Das VKU-Spotlight informiert in regelmäßigen Abständen und in aller Kürze über die Meinung der Kommunalwirtschaft zu aktuellen Themen, die die VKU-Mitgliedsunternehmen in den Sparten Energie, Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft und Stadtreinigung beschäftigen. Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V.
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Artikel vom: 09.05.2012 12:57
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