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Düsseldorf -- Die weltweite Rohstahlproduktion hat im ersten Halbjahr 2012 weiter zugenommen. Die Weltaluminiumproduktion legte im ersten Halbjahr 2012 um knapp 4 Prozent zu. Die Kupfer-Raffinadeproduktion stieg bis April um 4,5 Prozent. Das meldet die IKB Deutsche Industriebank in ihrer neuesten Information Rohstoffpreise.

Aluminiumpreise
Quelle: Global Insight; LME; Grafik: IKB
Einem Rückgang der Rohstahlproduktion in der EU standen Zuwächse in Asien und Nordamerika gegenüber. Für Deutschland sieht die IKB 2012 eine leichte Einbuße. Die Weltstahlpreise gaben im Juli um 1 bis 2 Prozent nach, in Europa fielen die Rückgänge analog aus. Die für Juli angekündigten Preisanhebungen konnten nicht umgesetzt werden. Jahreszeitlich üblich gaben die Schrottpreise nach, Erzkontrakte blieben weitgehend stabil. Bis September ergibt sich ein Aufwärtspotenzial für die Stahlpreise. Tendenziell bleiben die Schrottpreise im August stabil, während die Stahlpreise in Europa seitwärts tendieren.

China (+11 Prozent) und die Golfregion (+8 Prozent) überkompensierten die Rückgänge der Aluminium-Produktion in anderen Regionen. 2012 ist ein erneuter Produktionsrekord zu erwarten. Die Stahlpreise tendierten auf immer noch sehr hohem Niveau seitwärts. Diejenigen der Hersteller sanken nur leicht. Investive Anleger flüchteten jedoch regelrecht aus dem Markt. Sekundärlegierungen bewegten sich rund 100 US-Dollar unter dem Primärlegierungsniveau. Für Primäraluminium wird im August eine unveränderte Bewegung um 1.900 US-Dollar pro Tonne in einer Bandbreite von 200 US-Dollar erwartet; Sekundäraluminium soll rund 100 US-Dollar pro Tonne darunter liegen.

Die Kupfernachfrage erhöhte sich um 10 Prozent; hierbei war diejenige der EU, der USA und Japans rückläufig, die chinesische Nachfrage expandierte um 33 Prozent. Das Angebotsdefizit lag bei rund 384.000 Tonnen, einem Vielfachen des Vorjahreswertes. Die Lagervorräte der LME stagnierten weitgehend, diejenigen in Shanghai haben trotz des Importanstiegs in China nur leicht zugelegt. Derzeit ist die Versorgung knapp. Die schwache Preisentwicklung ist primär im Einbruch der Anzahl der Handelskontrakte um ein Drittel begründet. Für August 2012 wird in der Tendenz eine Bewegung um 7.750 US-Dollar pro Tonne mit einem Band von 500 US-Dollar pro Tonne um diese Marke erwartet.

Quelle: IKB Deutsche Industriebank

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Artikel vom: 06.08.2012 06:39
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