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The Hague, The Netherlands -- Auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit ist der europäische Haftetiketten-Verband FINAT gegenwärtig aktiv an Projekten beteiligt, die sich mit dem Recycling des Trägermaterials von Etiketten aus Papier und Folie, mit der energetischen Verwertung des Gitterabzugs, der Lösung von Problemen mit der Kontaminierung von warmgeformten PET-Behältern durch Selbstklebeetiketten sowie mit der Festlegung von Parametern für umweltfreundliche Klebetechnologien befassen. In einem Statement äußerte sich FINAT-Geschäftsführer Jules Lejeune,zu den bisher gemachten Fortschritten.

Etikettierrollen
Foto: FINAT
"Wir können auch mit Fug und Recht behaupten, dass unsere Branche jetzt weltweit den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Recycling legt. Der internationale Etikettenverband L9 hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die CO2-Bilanz in allen Bereichen der Haftetiketten-Lieferkette, von der Herstellung der Rohstoffe über die Endanwendung bis zum Recycling des Trägermaterials, zu verbessern. Dieser Verband, dem Mitglieder aus Australien, Brasilien, China, Indien, Japan, Mexiko und Neuseeland sowie der FINAT und das TLMI angehören, arbeitet aktiv mit Markeninhabern und großen Einzelhandelsketten sowie mit dem öffentlichen Sektor zusammen, um die Umweltverträglichkeit von Selbstklebeetiketten zu verbessern. Das ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie globale Ziele auf regionaler und lokaler Ebene verfolgt und erreicht werden können."

Technische Fortschritte

"Auf allen Ebenen der Lieferkette wurden die Rüstzeiten und der Materialverbrauch bereits verringert. Darüber hinaus haben technische Fortschritte erhebliche Energieeinsparungen beim Trocknen, sowohl von Etiketten während der Herstellung als auch der Tinten auf der Druckmaschine, und auf anderen Gebieten erzielt. Die Weiterentwicklung der digitalen Technologie hat ebenfalls die Druckvorstufe sowie den digitalen Etikettendruck rationalisiert.

Damit ist eine äußerst flexible Plattform für die Etikettenherstellung entstanden, die es sogar erlaubt, mehrere Etiketten-Kleinauflagen auf dem gleichen Material „huckepack“ auf der Druckmaschine zu verarbeiten, so dass eine effiziente Nutzung von Material, Zeit und Energie gewährleistet ist. In einigen Ländern Europas, vor allem in Deutschland, wird eine konkrete finanzielle Unterstützung angeboten, um technische Fortschritte zur Förderung der Nachhaltigkeit zu erreichen. Zudem bieten führende Etiketten-Laminierbetriebe ihren Kunden in der Verarbeitung an, die Materialabfälle abzuholen."

Kontrollkette schaffen

"Es gehört zu den größten Herausforderungen des FINAT, die Verarbeiter in ganz Europa dabei zu unterstützen, den Gitterabzug nachhaltig zu verwenden. Hier stellt das bereits erwähnte Konzept der Energiegewinnung aus Müll eine Option dar. Außerdem kann der Gitterabzug heute bereits in Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffen verwertet werden.

Allerdings besteht für den FINAT heute die wichtigste Aufgabe darin, als Verband eine Kontrollkette für verbrauchtes Trägermaterial zu schaffen, die den Endanwender einschließt. Unternehmen, die sich entscheiden, daran teilzunehmen, können von Industrie-Recycling-Firmen eine finanzielle Vergütung für Trägermaterial aus PET und PP erhalten."

"Führende Hersteller von Trägermaterial haben zwei wichtige Initiativen zur Abfallerfassung in Mitteleuropa gestartet. UPM bietet in seiner Papierproduktion ein Kreislaufsystem zum Recyceln von Trägermaterial an. In der UPM-Papierfabrik in Plattling, Deutschland, wird das Silikon entfernt und das Material dann als Rohstoff für unterschiedliche Papierqualitäten genutzt. Diese Initiative steht der gesamten Etiketten-Wertekette in ganz Europa unabhängig von der Herkunft oder der Farbe des Tragematerials offen. Zusätzlich zu dem Etikettenabfall-Managementprogramm des Unternehmens werden auf den Kunden zugeschnittene Abfallerfassungssysteme und Logistiklösungen angeboten."

Angeboten in BeNeLux und Deutschland

Erst kürzlich hat Ahlstrom angekündigt, dass es verbrauchtes Glassine-Trägermaterial (superkalandriertes Kraftpapier) erfassen und in seiner Papiermühle in Osnabrück für die Produktion seiner Spezialpapiere verwerten wird. Die Logistikpartner von Ahlstrom holen das Material ab einer bestimmten Mindestmenge kostenlos von den Markeninhabern und Druckereien ab. Das Programm wird für ganz Deutschland, Belgien, Luxemburg und die Niederlande angeboten.

Ein paralleles System befindet sich in der Schweiz in Vorbereitung. Dort haben drei führende Etikettendruckereien einen Streckenplan ihrer Kunden in den Industriegebieten des Landes erstellt, um verbrauchtes Trägermaterial durch den Logistikpartner C4G zum Recycling in Lenzing abzuholen. Das Programm wird zu gegebener Zeit kleineren Druckereien und deren Kunden, wie in Deutschland, zur Verfügung gestellt werden."

Echtes Kreislauf-Recycling

"Dieses echte Kreislauf-Recycling scheint die beste Lösung für die Nutzung von wertvollem Papier-Trägermaterial zur Produktion von neuem Papier zu sein. Allerdings stehen die Unternehmen hier vor der Herausforderung, aus dieser Chance ein umfassend akzeptiertes Programm zu machen, um die Fabriken mit wirtschaftlich tragfähigen Mengen von Trägermaterial am Laufen zu halten und die Transporte auf die Mülldeponie zu verringern."

"Im Namen der etwa 3000 Verarbeiter von selbstklebenden Etiketten in Europa möchte ich die Markeninhaber, vor allem jene in den Massenmärkten wie Lebensmittel, Getränke und Körperpflege, aufrufen, das Abholen von verbrauchten Trägermaterialien zu ermöglichen. Der FINAT hat es sich zur Aufgabe gemacht, dabei zu helfen, Möglichkeiten vor Ort zu finden, die auf den individuellen Bedarf der Unternehmen zugeschnitten sind und den Aufwand möglichst gering halten. Da die Kosten für die Rohstoffe weiter rasant ansteigen und die natürlichen Ressourcen der Welt begrenzt sind, bietet sich mit diesem Recycling eine echte Chance, zur Nachhaltigkeit einer führenden Technologie der Produktdekoration beizutragen."

Das vollständige Statement kann unter duomedia.com nachgelesen werden.

FINAT, der internationale Verband der Hersteller selbstklebender Produkte und von damit in Zusammenhang stehenden Produkten und Dienstleistungen, wurde 1958 in Paris gegründet und hat seinen Sitz in Den Haag, Niederlande. Mit 600 Mitgliedern in mehr als 50 Ländern weltweit bietet der FINAT den Etikettenverarbeitern und allen Zulieferern der Etikettenindustrie zahlreiche Möglichkeiten des Informationsaustausches und der internationalen Vernetzung.

Quelle: FINAT

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Artikel vom: 12.12.2012 08:07
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