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Nach Artikel 6.1 der EU-Abfallrahmenrichtlinie können Abfälle den Produktstatus erlangen. Das Abfallende-Verfahren für Schrotte steht kurz vor dem Abschluss. Im Auftrag der Europäischen Kommission hat das Institute for Prospective Technological Studies (IPTS) in Sevilla, eines der sieben wissenschaftlichen Institute des Joint Research Centre (JRC) innerhalb der EU, die Grundlagen zur Durchführung dieses Vorhabens geprüft und in einem Report zusammengefasst.

Foto: Marc Weigert
In Deutschland gehen die Meinungen auseinander, ob Eisen- und Stahlschrotte wirklich zum Produkt werden sollen. So setzt sich die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) seit etlichen Jahren dafür ein, dass sortierte und zum unmittelbaren Einsatz in Stahlwerken und Gießereien aufbereitete Eisen- und Stahlabfälle als Produkte anerkannt werden. Auf diese Weise will der Verband der rohstofflichen Bedeutung der Sekundärrohstoffe „sichtbar Rechnung tragen“. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) ist von dieser Aussicht eher nicht begeistert, denn der Branchenverband befürchtet, durch den Produktstatus könnte die Schrottwirtschaft aufgrund bürokratischer Hürden belastet und teilweise sogar behindert werden. Überdies beschränken laut bvse die REACH-Verpflichtungen sowohl die Importe als auch die Exporte.

Dennoch konnten sich die beiden Verbände zusammen mit der Wirtschaftsvereinigung Stahl im Hinblick auf die Kriterien für das Abfallende von Schrott auf einen gemeinsamen Standpunkt einigen, der im Folgenden wiedergegeben wird.

Lesen Sie den ganzen Artikel in der aktuellen SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 01/2010, Seite 6 ...


Wohin geht die Schrottwirtschaft?
Es sieht so aus, als könnte es in absehbarer Zeit in der Europäischen Union ein „kurzes Abfallende“ für Metallschrott geben. Ein Vertreter des Bundesumweltministeriums berichtete während des Branchenforums, das der Fachverband Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling im Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) Anfang Dezember veranstaltete, vom aktuellen Stand der Dinge: Das Joint Research Centre der EU hat die Reports zum Thema „End of Waste“ bei Eisen-, Stahl- sowie Aluminiumschrott den Mitgliedsstaaten vorgelegt. Die Entscheidung der Kommission wird noch im Laufe dieses Jahres erwartet. Welche Hürden auf dem Weg zum Produktstatus von Metallschrott zu überwinden sind, lesen Sie in der nächsten Ausgabe der SEKUNDÄR-ROHSTOFFE 02/2010.

Quelle: SEKUNDÄR-ROHSTOFFE

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Artikel vom: 07.01.2010 15:02
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