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Hamburg -- Die Aurubis AG (Aurubis) hat im Geschäftsjahr 2010/11 ein Vorsteuerergebnis (IFRS) von 421 Mio. Euro erreicht. Das um Bewertungseffekte in Höhe von 129 Mio. Euro bereinigte operative Ergebnis vor Steuern konnte auf 292 Mio. Euro gesteigert werden. Dabei profitierte das Unternehmen von den guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, gestiegenen Schwefelsäurepreisen sowie einem höheren Einsatz von Schrotten bei guten Raffinierlöhnen.

Aurubis-Werk in Hamburg
Foto: Aurubis AG
Angebot auf Rohstoffmärkten positiv entwickelt

Der Kupferpreis an der LME erwies sich im Geschäftsjahr als sehr robust, was insbesondere auf die fundamentale Situation des Marktes zurückzuführen ist. Der hohe chinesische Bedarf aber auch die durch die Abnehmerindustrien getriebene Binnennachfrage Europas stellten eine solide Kursbasis dar. Entsprechend stieg der Preis für eine Tonne Kupfer von 8.115 US-Dollar pro Tonne am Anfang des Geschäftsjahres, auf Spitzenwerte von teilweise über 10.000 US-Dollar pro Tonne, bevor die wachsenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten die Kurse Mitte September 2011 unter 8.000 US-Dollar pro Tonne sinken ließen.

Das Angebot an Kupferkonzentraten entwickelte sich im Verlauf des Geschäftsjahres am Weltmarkt positiv, was im Spotmarkt zu einem beträchtlichen Anstieg der Schmelz- und Raffinierlöhne führte. Auch unter langfristigen Verträgen ergaben sich deutliche Verbesserungen der Konditionen, welche Aurubis zu nutzen wusste. Neben dem Konzentratmarkt entwickelten sich die Märkte für Blisterkupfer und Altkupfer sowohl bezüglich des Materialaufkommens als auch in Bezug auf die Raffinierlöhne sehr vorteilhaft, was zu zusätzlichen Ergebnisverbesserungen führte. Aufgrund der günstigen Marktentwicklung war Aurubis in der Lage, alle Standorte gut mit Vorstoffen zu versorgen.

Die sich fortsetzende Konjunkturerholung und die festen Börsenkurse sorgten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres für ein hohes Aufkommen von Altkupfer. Da China, der stärkste Wettbewerber im Einkauf von Kupferschrotten, nur ein begrenztes Kaufinteresse zeigte, konnte das Unternehmen wir die Kaufbedingungen nochmals verbessern. Die für Aurubis positive Marktlage hielt fast das gesamte Geschäftsjahr an.

Positiver Trend in Produktmärkten

Die Nachfrage nach Schwefelsäure, die Aurubis bei der Verarbeitung von Konzentraten als Kuppelprodukt erzeugt, war im gesamten Geschäftsjahr hoch. In den wichtigen Absatzmärkten im Chemie- und Düngemittelbereich sowie in der Kupfergewinnung durch Metalllaugung konnten, insbesondere im Überseegeschäft, gute Ergebnisse generiert werden.

In den europäischen Märkten für Kupferprodukte setzte sich der positive Trend in den ersten Monaten des Geschäftsjahres zunächst fort. Hierbei wirkten sich vor allem starke Exporte aus Deutschland und eine anhaltende hohe Beschäftigung in der Automobilindustrie, aber auch eine rege Binnennachfrage positiv aus.

Lediglich zum Ende des Gesschäftsjahres führten die Unsicherheiten in Zusammenhang mit der Finanzmarktkrise zu einer Zurückhaltung der Marktteilnehmer.

Unsicherheiten erwartet

Im Kernmarkt Kupfer und auch in anderen Metallmärkten spricht trotz konjunktureller Unsicherheiten vieles für anhaltend hohe Metallpreise, jedoch ist mit Preisvolatilität zu rechnen. Aurubis erwartet Unsicherheiten in der weiteren Nachfrageentwicklung in unserem Kupferproduktabsatz. Andererseits dürfte die Energiewende in Deutschland dazu beitragen, durch den ansteigenden Bedarf an Gießwalzdraht positive Impulse zu erhalten. Der Absatz von Schwefelsäure wird weiterhin von der Nachfrage aus der Agrar- und Minenindustrie gefördert, wobei dieser Markt sensibel auf Nachfrage-Schwankungen reagiert.

Für Kupferkonzentrate rechnet das Unternehmen mit einer guten Marktversorgung durch die fortschreitende Realisierung von Minenprojekten. Beeinträchtigungen durch Produktionsstörungen in den Minen sind jedoch weiterhin möglich. Insgesamt sieht sich Aurubis auf den Weltmärkten für Konzentrate durch seine Position und seine Vertragsstrukturen sehr gut aufgestellt.

Das Angebot am Markt für Altkupfer unterliegt unmittelbar wirksamen Einflussfaktoren und kann sich schnell ändern. Bei hohen Kupferpreisen und geringen chinesischen Einkaufsaktivitäten sind die Chancen für eine weiterhin zufriedenstellende Verfügbarkeit aber gut, heißt es im Geschäftsbericht.

Der vollständige Geschäftsbericht ist auf der Internetseite aurubis.com veröffentlicht.

Quelle: Aurubis AG

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Artikel vom: 23.01.2012 07:57
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